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Böhmer: SPD Rentenbeschluss ist enttäuschend - Familien und Frauen bleiben Verlierer

Berlin (ots)

Zum Beschluss des SPD Bundesvorstandes zur Rentenreform erklärt
die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 
Dr. Maria Böhmer MdB:
Der SPD-Bundesvorstand hat endlich eine Entscheidung über ihr
eigenes Rentenkonzept getroffen. Die massive Kritik der Union am
Ausgleichsfaktor und an der Höhe des Rentenniveaus hat Wirkung
gezeigt. Hier soll es Änderungen geben. Dies ist ein weiterer
Punktsieg für die Union.
Dennoch kann der Beschluss über eines nicht hinwegtäuschen: Die
Verlierer der SPD-Pläne bleiben Familien und Frauen. Für diese bieten
sich noch reichlich Fallstricke: Alle Menschen, insbesondere die mit
geringem Einkommen und junge Familien, sollten in die Lage versetzt
werden, private Vorsorge leisten zu können. Bundeskanzler Schröder
will hierfür aber nur 19, 5 Mrd. DM bereitstellen. Und dies erst im
Jahr 2008. Rechnet man die Summe um, ergibt sich ein schwaches Bild:
So erhält ein Ehepaar ohne Kinder eine Förderung bis zu einem
Höchstbetrag von 700 DM pro Jahr. Familien mit zwei und mehr Kindern
erhalten 1000 DM. Rechnet man die Beträge auf 12 Monate runter,
ergibt sich daraus für zwei Kinder eine monatliche Förderung von
gerade einmal 12,50 DM im Monat pro Kind. Bei drei Kindern sind es
sogar nur etwas über 8 DM pro Kind. Für Alleinerziehende sieht es
noch schlechter aus. Dort beträgt die Kinderkomponente gerade einmal
6,25 DM pro Monat und Kind bei zwei Kindern. Hinzu kommt, dass
Familien nur bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 70.000 DM
gefördert werden. Bei Ledigen liegt der Betrag bei 35.000 DM. Darüber
hinaus ist eine Kinderkomponente gar nicht mehr vorhanden. Wie soll
es unter diesen Bedingungen jungen Familien und insbesondere nicht
erwerbstätigen Müttern möglich sein, für ihr Alter vorzusorgen?
Nichts verbessert hat sich auch bei der Witwenrente. Die SPD plant
weiter, zukünftig alle privaten Einkünfte auf die Witwenrente
anzurechnen. Also auch mühsam Erspartes. Die Anrechnung steht damit
im Widerspruch zur Aufforderung privat Vorsorge zu leisten. Wer spart
ist im Hinterbliebenenfall der Dumme. Zusätzlich soll der
Einkommensfreibetrag eingefroren werden. Das Einfrieren des
Freibetrages ist für die Hinterbliebenenrente ein "Einstieg in den
Ausstieg". Denn das Abkoppeln des Freibetrages von der allgemeinen
Einkommensentwicklung führt dazu, dass zukünftig zunehmend mehr
Einkommen auf die Witwenrente angerechnet wird. Die Witwenrente
blutet aus.

Rückfragen bitte an:

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Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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