Alle Storys
Folgen
Keine Story von CDU/CSU - Bundestagsfraktion mehr verpassen.

CDU/CSU - Bundestagsfraktion

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Koschyk: Förderung der deutschen Minderheit in Polen wird schön gerechnet

Berlin (ots)

Der vertriebenenpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Koschyk MdB, erklärt:
Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen, Jochen
Welt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Förderhilfen der
rot-grünen Bundesregierung an die deutsche Minderheit in Polen schön
zu rechnen. So hat der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung
mitgeteilt, dass insgesamt im laufenden Jahr 27,7 Millionen DM für
diesen Zweck zur Verfügung stehen, was angeblich eine Steigerung im
Vergleich zu den Vorjahren bedeute (1998: 26,4 Mio. DM, 1999: 18,5
Mio. DM).
Tatsächlich stellt der Haushalt des Bundesministeriums des Innern
für die Unterstützung der deutschen Minderheit in Polen im Jahr 2000
rund 14 Mio. DM bereit. Welt rechnet jedoch noch 13,7 Mio. DM
Rückflussmittel aus Darlehen der "Stiftung für die Entwicklung
Schlesiens" hinzu, um auf seinen nur scheinbar imposanten Betrag von
27,7 Mio. DM für das Jahr 2000 zu kommen. Hierzu ist festzustellen,
dass die Rückflussmittel bereits als Unterstützungsleistungen in den
Bundeshaushalten der Vorjahre etatisiert waren.
Die "Stiftung für die Entwicklung Schlesiens" ist eine Einrichtung
verschiedener sozial-kultureller Gesellschaften der deutschen
Minderheit in Polen. Sie hat die Aufgabe, in allen Bereichen des
Gesellschaftslebens Tätigkeiten zugunsten der Entwicklung Schlesiens
zu fördern. Die Stiftung hat in der Vergangenheit Mittel der
Bundesregierung erhalten, die sie u.a. als Darlehen ausgereicht hat.
Die dadurch anfallenden Rückflüsse des laufenden Jahres addiert
Aussiedlerbeauftragter Welt zu den stark verminderten
Unterstützungsleistungen der Bundesregierung, damit die Hilfen nicht
so gering erscheinen, wie sie seit Amtsantritt der SPD-geführten
Bundesregierung tatsächlich geworden sind. Hätte die unionsgeführte
Bundesregierung diesen Buchführungstrick ebenfalls praktiziert, wären
die von ihr gewährten Hilfen an die deutsche Minderheit in Polen noch
beeindruckender ausgefallen. So sind an die "Stiftung für die
Entwicklung Schlesiens" im Jahre 1997 nach deren Angaben rund 5,2
Mio. DM und 1998 sogar rund 8,2 Mio. DM zurück geflossen.
Der Aussiedlerbeauftragte Welt wirft den Vertretern der deutschen
Minderheit in Polen wegen deren Kritik an den Kürzungen der
rot-grünen Bundesregierung eine "überzogene Anspruchshaltung" vor. Es
ist äußerst bedauerlich, dass sich das Klima zwischen der
Bundesregierung und der deutschen Minderheit in Polen derart
verschlechtert hat, so dass die Bundesregierung zu öffentlicher
Kritik greift. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Leugnung der
deutschen Identität während der kommunistischen Diktatur in Polen
befindet sich die deutsche Minderheit seit dem demokratischen
Neubeginn in Polen in einem schwierigen Aufholprozess im Hinblick auf
den Erhalt der deutschen Kultur und der deutschen Muttersprache. In
einer derartigen Phase der Konsolidierung der deutschen Minderheit
wäre eine Kontinuität der deutschen Unterstützungsleistungen und
nicht deren radikale Verringerung vonnöten. Die Bundesregierung
sollte deshalb die anhaltende drastische Kürzung der Haushaltsmittel,
die fast auf eine Halbierung innerhalb von zwei Jahren hinausgelaufen
ist, nochmals überdenken.

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Weitere Storys: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
  • 18.02.2000 – 14:45

    CDU/CSU-Bundestagsfraktion / Hasselfeldt: Sachverstand nicht gefragt

    Berlin (ots) - Zur heutigen Beschlussfassung über die öffentliche Anhörung zur Unternehmensteuerreform und zum Steuersenkungsgesetz im Finanzausschuss äußert die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt MdB: In der heutigen Debatte hat die rot-grüne Regierungskoalition vollmundig angekündigt, sie wolle ...

  • 18.02.2000 – 13:51

    CDU/CSU-Bundestagsfraktion / Fink: Pflegeversicherung darf nicht zum Pflegefall werden

    Zum Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Gesundheit zur "Förderung der Tagespflege als ersten Schritt für eine bessere Versorgung demenzkranker Mitbürgerinnen und Mitbürger" erklärt der Berichterstatter für die Pflegeversicherung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulf Fink MdB: Es ist in höchstem Maße verwunderlich, dass ...

  • 18.02.2000 – 12:02

    CDU/CSU-Bundestagsfraktion / Hasselfeldt: Reform ist ungerecht, mutlos und verspätet

    Berlin (ots) - Anlässlich der 1. Lesung zur Unternehmensteuerreform und zum Steuersenkungsgesetz äußert die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt MdB: Wenn es nach den Versprechungen der Regierung gegangen wäre, hätten wir bereits zum 1.1.2000 Steuersätze für Unternehmen, die einschließlich der Gewerbesteuer bei 35 ...