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"ZDF-Mittagsmagazin" am 15. Februar 2006 Vertreter des Bundesverbands praktizierender Tierärzte: Bund auf Vogelgrippe besser vorbereitet als die Länder

Mainz (ots) - Die Bundesbehörden sind laut Rainer Schneichel, Bundesverband praktizierender Tierärzte, gut auf den möglichen Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland vorbereitet. Der Bund habe "sehr gute Arbeit geleistet", sagte Schneichel im "ZDF-Mittagsmagazin". "Hier und da hege ich aber noch ein bisschen Zweifel, ob wir in den Ländern in der Umsetzung so weit sind, wie wir es brauchen", meinte Schneichel. Da könne man vielleicht an mancher Stellschraube noch justieren.

Generell steige eine potenzielle Gefahr durch die Zugvögel nicht im großem Stil. "Es kann mit jedem Tier, das potenziell Erregerträger wäre, das Virus eingeschleppt werden." Aber mit den Vorsichtsmaßnahmen wie der Stallpflicht habe man bereits viel Gutes getan, ergänzte er. Jetzt müsse man versuchen, eine Verschleppung in die Nutztierbestände zu verhindern. Deshalb müsse vor allem in den kleineren Tierhaltungen auf Erkrankungen geachtet werden, da es hier in der Regel später auffalle. "Wir müssen frühzeitig erkennen, wenn Gefahr im Verzug ist", forderte Schneichel. Dazu sei auch entsprechende "Manpower" in den Veterinärämtern nötig.

Wie sich die Tiere auf Rügen angesteckt hätten, wisse man noch nicht, so Schneichel, weil man die Herkunft der Tiere nicht kenne. Die Tiere könnten sich auch in der Vergangenheit angesteckt haben. "Das ist im Moment die Sorge, weil eine vernünftige Erklärung fehlt, welche Wege das Virus genommen hat." Darin liege das eigentliche Problem, so der Virologe.

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