BR Bayerischer Rundfunk

Bayerisches Fernsehen
Sonntag, 23. April 2006, 22.15 Uhr
Reportage am Sonntag
Die Kinder von Tschernobyl
20 Jahre danach: Tschernobyl und die Folgen
Reportage von Eberhard Büssem

    München (ots) - Am 26. April 1986 zerstörte eine  Explosion den Reaktor Nr. 4 in Tschernobyl. Es ist die größte Technik Katastrophe der Geschichte, deren Folgen längst noch nicht überwunden sind. Die Reportage zeigt das menschenleere Land in der Ukraine und Weißrussland, das nach der Katastrophe geräumt werden musste. Ein Gebiet, das mehr als die Hälfte der Fläche Bayerns umfasst. Insgesamt 350.000 Menschen verloren ihre Heimat. Die Kinder von Tschernobyl waren so stark verstrahlt, dass fast jedes dritte Kind, das damals zwischen 1 und 4 Jahren war, Schilddrüsenkrebs bekommt. Von den so genannten 800.000 Liquidatoren, Soldaten und anderen Helfern, die das Atomkraftwerk still legten und mit einem Beton- Sarkophag überbauten, sind mindestens 50.000 an den Strahlenschäden gestorben, allerdings werden offizielle Zahlen bis heute zurück gehalten. 20 Jahre danach scheinen die Lehren aus Tschernobyl vergessen zu sein. Die Regierung der Ukraine will 11 neue Atomkraftwerke bauen.

    Die Reportage  berichtet auch von den Hilfsmaßnahmen des von Prof. Lengfelder gegründeten Otto Hug Instituts in weißrussischen Kliniken, die Spenden von 15 Millionen Euro haben die medizinische Betreuung wesentlich verbessert. In der Ukraine ist die Aktion Tschernobyl Dr. Zieglers aus Pfreimd den Krankenhäusern mit 14 Millionen Euro zur Hilfe gekommen. Die Spenden aus Deutschland sind  wichtig und noch für Jahrzehnte notwendig.

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