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Bayerisches Fernsehen
Donnerstag, 17. November 2005, 19.30 Uhr
Faszination Wissen
Das Ende der Gletscher
Film von Uwe Müller

    München (ots) - Das Eis der Polkappen taut. In der Antarktis driften Eisberge, größer als das Saarland, durchs Meer und schmelzen. Gletscher ziehen sich in noch nie da gewesener Geschwindigkeit zurück. Wissenschaftler prognostizieren, dass unsere Welt in wenigen Jahrzehnten kaum wieder zu erkennen sein wird. Ob in den Alpen, Südamerika oder in den Polarregionen, überall wird es wärmer. Noch bedeckt das Eis weite Teile der Erde. Es ist der Lebensraum von Pinguinen und Seelöwen, Seeelefanten und Albatrossen – sie alle sind Kältespezialisten, die bestens an die eisigen Bedingungen angepasst sind. Auch für uns Menschen haben die Eismassen große Bedeutung: Wie eine riesige Wasserpumpe hält das Gebiet der Antarktis die großen Meeresströmungen der Welt in Gang, versorgt uns mit Fisch und über den Golfstrom sogar mit Wärme. Permafrost, ganzjährig gefrorene Erdschichten, verhindern Erdrutsche und Gletscherabflüsse versorgen viele Regionen mit lebenswichtigem Wasser. Auf seinen Forschungsreisen untersucht der argentinische Geologe und Gletscherforscher Jorge Strelin, wie sich die globale Erwärmung auf die riesigen Eismassen auswirkt. Was passiert, wenn sich die Gletscher weiter rasant zurückziehen oder ganze Schelfeisregionen auseinander brechen? Die Folgen sind weit reichend: Rieseneisberge versperren Pinguinen und Robben den Weg zu ihren Fischgründen, Erdrutsche donnern zu Tal. Heute fruchtbare Gebirgslandschaften, die durch Gletscherabflüsse gespeist werden, könnten in naher Zukunft austrocknen und der Meeresspiegel bis zu sieben Meter steigen. Der Film geht der Frage nach, was es für das Erscheinungsbild der Erde, für uns Menschen und die Tiere bedeutet, wenn die Gletscher schmelzen.

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