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17.03.2004 – 10:57

BR Bayerischer Rundfunk

Bayerisches Fernsehen
Ostermontag, 12. April 2004, 12.45 Uhr
Brunnensängerfest in Kulmbach

München (ots)

Die Stadt Kulmbach feiert am 4. April 2004 zum
ersten Mal ihr "Brunnensängerfest", bei dem die besten Chöre der
Region vor den prächtigsten Brunnen in Kulmbach und den umliegenden
Gemeinden ihre schönsten Lieder vortragen. Die Höhepunkte zeigt das
Bayerische Fernsehen am Ostermontag, 12. April 2004 um 12.45 Uhr.
Außerdem wird den Brunnenschmückern in der Werkstatt zugeschaut und
die Bedeutung dieses Brauchtums erklärt.
Am Luitpold-Brunnen, vor dem Kulmbacher Rathaus, sorgt der Junge
Chor 1996 Untersteinach für die musikalische Einstimmung und tritt
ein zweites Mal vor dem Floriansbrunnen in Ludwigschorgast auf. Ein
Prachtexemplar unter den Kulmbacher Brunnen ist der bunt bemalte
Zinsfelder Brunnen am Holzmarkt. Hier hat der ortsansässige
Plassenburg Singkreis seinen Auftritt. Der Gesangsverein 1896
Fölschnitz singt vor dem Poseidon-Brunnen in unmittelbarer Nähe zum
romantischen Schloß Thurnau. In Rugendorf ergänzt ein alter
Lindenbaum das Ensemble mit Kirche und Brunnen; in dieser Idylle
stimmt der Gesangsverein 1864 Untersteinach ein Frühlingslied an. Ein
weiterer Beitrag des Gesangsvereins führt zuletzt zurück nach
Kulmbach, wieder vor den Zinsfelder Brunnen, wo bei Speis und Trank
bereits fröhlich gefeiert wird. Höhepunkt und Abschluss des
Brunnensängerfestes bildet das gemeinsame Singen aller Chöre vor dem
Kulmbacher Rathaus.
Geschichtlicher Hintergrund:
Im modernen Alltag ist eine zentrale Wasserversorgung
selbstverständlich - Brunnen dienen heute hauptsächlich als Zierde
öffentlicher Plätze. Früher war ein Brunnen jedoch lebenswichtiger
Wasserspender. Seit Urzeiten verehren die Menschen Quellen und
Brunnen als Ursprung des Lebens und der Fruchtbarkeit. Im wasserarmen
Franken entwickelte sich bereits im Mittelalter der Brauch des
Brunnenschmückens, aus Dankbarkeit für das lebensspendende Nass. In
seiner heutigen Form geht der Brauch auf das 19. Jahrhundert zurück.
Zur Osterzeit, wenn das Eis geschmolzen ist und die Natur erwacht,
werden die Brunnen mit frischem Grün, Blumen, Bändern und bunt
bemalten Ostereiern herausgeputzt. Brunnen waren in früheren Zeiten
auch zentrale Orte der Begegnung und der Kommunikation. Beim
Wasserholen hatten die Menschen Gelegenheit, sich mit ihren Nachbarn
auszutauschen und die neuesten Nachrichten zu erfahren. Stets
willkommen waren dabei Sänger und Musikanten, die vorbeikamen und
viele Neuigkeiten mitbrachten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass
auch sie Eingang in die Tradition österlicher Brunnenfeste fanden.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion, Telefon:
089/3806-8589.
Pressekontakt: Josy Henkel, Telefon 089/5900-2108, Fax 089/5900-1388,
Email josy.henkel@brnet.de
ots-Originaltext: BR Bayerischer Rundfunk
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