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BR Bayerischer Rundfunk

Bayern2Radio
Mittwoch, 5. November 2003, 10.03 Uhr
Notizbuch

München (ots)

Lesen und Schreiben zwischen Qual und Genuss:
Analphabetismus, Legasthenie und die Freude am Wort
Der Bundesverband Alphabetisierung hat Schreibversuche von
Erwachsenen gesammelt: "vierzehn Steine" sollten sie schreiben.
Herausgekommen ist sehr Unterschiedliches und oftmals kaum
Verständliches: "vieseht Stane" gehörte zu den besseren
Versuchen, ein anderer schrieb "vrch steich." Etwa 4 Millionen
Menschen in Deutschland können kaum lesen und schreiben, schätzt der
Bundesverband, eine Interessengruppe für Analphabeten in der
Bundesrepublik. Auch Menschen, die nur halbwegs schreiben können und
ungefähr verstehen, was sie lesen, haben in unserer Gesellschaft
wenig Chancen. Die Ansprüche liegen weit höher. Trotzdem können auch
nach neun Jahren Schulpflicht Jugendliche in Deutschland teilweise
kaum mit Schrift und Text umgehen. Bei der internationalen
PISA-Studie entsprachen die Kenntnisse von 10 Prozent der Schüler
nicht einmal dem niedrigsten Level; weitere 13 Prozent erreichten
gerade mal die Stufe 1. Nach der Definition der UNESCO können diese
Jugendlichen als Analphabeten im weiteren Sinne gelten. Mechthild
Schmid geht in ihrem Feature der Frage nach, wie es in Deutschland
nach wie vor zu Analphabetismus kommen kann und welche Hilfen nötig
und möglich wären.
Außerdem in der Sendung:
- Über den Wert des Vorlesens: ein Interview mit Cem Özdemir
  von der Stiftung Lesewelt e.V.
- Lesen über Leseprobleme: Analphabetismus in der Literatur
- Leben in einer fremden Schriftwelt: BR-China-Korrespondentin
  Eva Corell über ihre
  Erfahrungen mit den chinesischen Schriftzeichen
- Wenn die Zahlen im Kopf verrückt spielen: Diskalkulie
- Wege aus dem Wirrwarr: Computerprogramme gegen Legasthenie
Das Notizbuch im Internet: www.br-online.de/notizbuch
ots-Originaltext: BR Bayerischer Rundfunk
Digitale Pressemappe: 
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=7560

Kontakt:

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Pressestelle
Telefon: 089 / 5900 2176

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