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18.06.2007 – 14:08

BR Bayerischer Rundfunk

Bayern2Radio
Sonntag, 24. Juni 2007, 12.05 Uhr
Die Unbeugsamen vom Isental
30 Jahre Widerstand gegen den Bau der Autobahn A94

    München (ots)

Eine Bürgerinitiative über drei Jahrzehnte:

    Vordergründig geht es nur um vierzig Kilometer Autobahn und die Fragen "Soll der Abschnitt zwischen Forstinning und Heldenstein völlig neu gebaut und durch ein vom Massenverkehr bisher völlig unberührtes Gebiet geführt werden? Reicht es nicht, die vorhandene, aber völlig überlastete Bundesstraße B12 vierspurig auszubauen?" Tatsächlich aber geht es ums Prinzip: Lässt sich der Staat von betroffenen Bürgern in seine Beschlüsse hineinreden?

    Vor wenigen Tagen, am 5. Juni 2007, wurde der erste Spatenstich für die Umgehungsstraße von Malching getan. Damit wird der Bau des nächsten Abschnittes der A 94 zwischen Ampfing und Heldenstein in Angriff genommen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Karin Roth, betonte dabei die immense Bedeutung der A 94 zwischen Passau und München für ganz Deutschland. Im Landkreis Erding wird allerdings über den Verlauf der Trasse noch gestritten - und das schon seit 30 Jahren.

    Manche der "Unbeugsamen vom Isental" sind schon in der zweiten Generation dabei, die Söhne und Töchter führen das Engagement der Eltern weiter. Das hat Kraft, Nerven und ziemlich viel Geld gekostet und tiefe Gräben zwischen "denen in München" und den Ortsansässigen im Isental und Umgebung gerissen. Selbst innerhalb der regionalen   CSU liefern sich feindliche Lager verbale Schlachten.

    Radioautor Matthias Fink interessierte, wie es dazu kam, dass staatstreue und eigentlich eher konservative Bürgerinnen und Bürger sich so massiv gegen die Obrigkeit zur Wehr setzen und interviewte Mitglieder der Bürgerinitiative. In seiner Sendung kommen auch die zuständigen Politiker zu Wort, die so eisern auf ihren einmal getroffenen Entscheidungen beharren.

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