Pressemeldung: Deutscher Lesepreis 2027 - Bewerbungsphase für bundesweite Auszeichnung für Leseförderung gestartet
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Pressemeldung
Deutscher Lesepreis 2027: Bewerbungsphase für bundesweite Auszeichnung für Leseförderung gestartet
Gute Ideen fürs Lesen verdienen eine Bühne und Rückenwind – beides bekommen sie vom Deutschen Lesepreis. Ab sofort können sich engagierte Personen oder Gruppen, Kitas, Schulen, Bibliotheken, Kommunen oder digitale Initiativen um den Preis bewerben. Die bundesweite Auszeichnung für Leseförderung wird seit 2013 von der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung vergeben und ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Gesucht werden Projekte und Menschen, die mit Ideen, Ausdauer und Begeisterung Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen machen – im Alltag, ehrenamtlich oder professionell. Der Deutsche Lesepreis wird unterstützt von den Partnern Arnulf Betzold GmbH, Deutsche Fernsehlotterie, Deutscher Städtetag, Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, PwC-Stiftung und Wort & Bild Verlag. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Juni 2026, eingereicht wird online über deutscher-lesepreis.de.
Mainz, 14. April 2026. Der Deutsche Lesepreis wird in sechs Kategorien vergeben und zeigt seit vielen Jahren, wie vielfältig Leseförderung sein kann: von kleinen Ehrenamtsinitiativen bis hin zu größeren Schul- und Gemeindekonzepten. Jedes Jahr werden Projekte ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche beim Lesen oder Lesenlernen unterstützen und vor allem eines sind: nachahmbar. Denn nur praxistaugliche Ideen mit Vorbildcharakter können die Leseförderung langfristig im Alltag verankern und voranbringen.
„Die Lage der Leseförderung in Deutschland ist ernst. Viele Kinder und Jugendliche können längere Texte nicht mehr richtig verstehen. Als Bildungsland können wir das nicht einfach hinnehmen, sondern müssen ins Tun kommen – und das am besten seit gestern“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.
„Mit dem Deutschen Lesepreis stellen wir Menschen ins Rampenlicht, die Kindern und Jugendlichen neue Türen ins Lesen öffnen“, ergänzt Astrid Kießling-Taşkın, Mitinitiatorin des Preises und Vorständin der Commerzbank-Stiftung. „In 13 Jahren haben wir 175 Preisträgerinnen und Preisträger geehrt, die jeden Tag einen wichtigen Unterschied im Leben junger Menschen und für unsere Gesellschaft machen.“
Wer sich bewerben kann – und wie es funktioniert
Bewerben können sich alle, die in Deutschland das Lesen fördern. Projekte müssen in den Jahren 2025 oder 2026 umgesetzt worden sein. Die Bewerbung erfolgt online über www.deutscher-lesepreis.de. Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Juryverfahren von den Kategoriepartnerinnen und -partnern sowie erfahrenen Persönlichkeiten aus (Sozial-) Pädagogik, Literatur und kommunaler Arbeit; die Preisverleihung findet im Februar 2027 in Berlin statt.
Sechs Kategorien – ein Ziel: Lesen stärken
„Herausragendes individuelles Engagement“
Gefördert von der PwC-Stiftung werden in dieser Kategorie Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Leseförderung verdient gemacht haben: als ehrenamtlich Engagierte oder mit eigenen Leseförderungsideen, die sie für verschiedene Alters- und Zielgruppen initiiert und umgesetzt haben. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragendes kommunales Engagement“
Gefördert vom Deutschen Städtetag und der Deutschen Fernsehlotterie zeichnet diese Preiskategorie Organisationen wie Bibliotheken, Vereine, Unternehmen, Universitäten und kommunale Träger aus, die sich für die lokale Leseförderung verdient machen. Besonders berücksichtigt werden Projekte, die in Kooperation zwischen unterschiedlichen Institutionen erdacht und realisiert wurden. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“
Gefördert von der Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH werden in dieser Kategorie Kindertagesstätten geehrt, die der Vermittlung von Lesefreude und -interesse Raum geben. Dazu zählen die Ausstattung der Kitas mit Vorlesematerial und -orten, der alltägliche Umgang mit Geschichten, dialogische Vorleseangebote und der Austausch der pädagogischen Fachkräfte mit den Kindern und ihren Eltern. Preisgeld: 4.500 €.
„Herausragende Leseförderung an Schulen“
Gefördert von der Arnulf Betzold GmbH wird in dieser Kategorie schulisches Engagement zur Förderung von Lesefreude und -kompetenz prämiert. Fächerübergreifende Projekte im und außerhalb des Unterrichts, die Einrichtung eigener Leseräume sowie die Kooperation mit Eltern und außerschulischen Akteuren stehen dabei im Mittelpunkt. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“
Gefördert vom Wort & Bild Verlag werden in dieser Kategorie Einzelpersonen, Bildungseinrichtungen und Institutionen ausgezeichnet, die digitale Medien nutzen, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (neue) Zugänge zum Lesen zu eröffnen. Digitale Leseförderangebote können Apps und unterschiedliche Lesegeräte (Smartphone, Tablet, Computer) einbeziehen und eigenständig oder betreut genutzt werden. Preisgeld: 4.500 €.
„Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung für prominentes Engagement”
Die Commerzbank-Stiftung vergibt den „Sonderpreis für prominentes Engagement“ im Bereich der Leseförderung. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die durch ihre Popularität zeigt, was Lesen für den Einzelnen und die Gesellschaft bedeutet. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro geht an eine von der Preisträgerin oder dem Preisträger ausgewählte Einrichtung, die sich durch vorbildhaften Einsatz für die Leseförderung auszeichnet. Bewerbungen in dieser Kategorie sind nicht möglich. Die Auswahl treffen die beiden Initiatoren des Lesepreises gemeinsam mit Expertinnen und Experten.
Der Deutsche Lesepreis
PISA-, IGLU-, Vorlesemonitor der Stiftung Lesen und IQB-Berichte zeigen für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: Rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche können nicht gut lesen. Ihnen wird kaum oder wenig vorgelesen und sie verfügen in der Folge nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz. Um die Leseförderung in Deutschland und ganz besonders für junge Menschen zu stärken und öffentlich sichtbar zu machen, vergeben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern seit 2013 den Deutschen Lesepreis in den sechs Kategorien individuelles und kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas und in Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien sowie prominentes Engagement.
Mehr Informationen: www.deutscher-lesepreis.de
Über die Stiftung Lesen
Lesen ist die zentrale Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg, Integration und eine zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Damit alle Kinder in Deutschland lesen können, engagiert sich die Stiftung Lesen gemeinsam mit Bundes- und Landesministerien, mit Unternehmen, Stiftungen, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen in bundesweiten Programmen und Kampagnen. Die Stiftung Lesen steht seit ihrer Gründung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschafter/-innen unterstützt. www.stiftunglesen.de
Über die Commerzbank-Stiftung
Seit über 50 Jahren unterstützt die Commerzbank-Stiftung bundesweit Projekte und Programme in den Bereichen Kultur, Soziales und Wissenschaft mit dem Ziel, Verantwortung gegenüber Mitmenschen zu übernehmen und einen nachhaltigen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesellschaft zu leisten. Als aktiv fördernde Stiftung arbeitet sie mit vielfältigen Partnern zusammen, deren Initiativen eine bundesweite Ausstrahlung und Vorbildcharakter haben. Ein wesentliches Anliegen der Commerzbank-Stiftung ist es, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und kulturelle Bildung zu stärken. Weitere Informationen zur Commerzbank-Stiftung unter www.commerzbank-stiftung.de.
Stiftung Lesen Laura Trost Pressesprecherin / Leiterin Marketing und Kommunikation Römerwall 40, 55131 Mainz Tel.: 06131 / 2 88 90-69 E-Mail: laura.trost@stiftunglesen.de www.stiftunglesen.de