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19.06.2003 – 12:00

IKK e.V.

Private Absicherung für Zahnersatz ist sozial ungerecht
IKK-Bundesverband lehnt Unionsvorschläge ab

    Bergisch Gladbach (ots)

Der IKK-Bundesverband lehnt den
Vorschlag der CDU/CSU ab, den Zahnersatz aus der Gesetzlichen
Krankenversicherung herauszunehmen und über eine private
Pflichtversicherung abzusichern. Die Herausnahme des Zahnersatzes aus
der GKV ist sozial ungerecht. Er belastet einseitig die Versicherten.
Unter realistischer Annahme wird die private Absicherung eine
4-köpfige Familie mit ca. 600 Euro jährlich zusätzlich belasten.
Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Ausgaben für die
Behandlung mit Zahnersatz bei Absicherung durch die private
Versicherung von 3,1 Mrd. Euro auf ca. 10 Mrd. Euro jährlich erhöhen,
bei einer zu erwartenden Beitragssatzsenkung von gerade einmal 0,39
Prozentpunkten. Gewinner sind in diesem Fall die privaten Anbieter,
Verlierer alle Versicherten und insbesondere die Älteren, weil diese
einen überproportional hohen Beitrag zu erwarten haben.
    
    Zudem führt er noch nicht einmal zu nennenswerten Einsparungen für
die Krankenkassen bzw. zu Beitragssenkungen für Arbeitgeber und
Versicherte. "Ein solcher Vorschlag ist mit den Innungskrankenkassen
nicht umzusetzen. Wer einseitig die Versicherten belastet, ohne dabei
auch nur eine langfristige Ausgabensenkung für die GKV zu erreichen,
kann nicht mit unserer Unterstützung rechnen: Die Union sollte in
diesem Punkt auf ihren Experten hören, denn auch Horst Seehofer
spricht sich gegen diese Privatisierungsorgie aus", erklärte Rolf
Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des IKK-Bundesverbandes.
    
    Die Ausgaben für die Behandlung mit Zahnersatz betrugen im Jahr
2001 ca. 3,1 Mrd. Euro. Dies entspricht 2,8 Prozent der
Gesamtausgaben der GKV bzw. 3,61 Euro pro Versicherten. Welche
private Versicherung ist bereit, für 3,61 Euro die Behandlung mit
Zahnersatz abzudecken?
    
      - Diese Pressemeldung finden Sie auch im Internet unter
         www.ikk.de -
    
      
ots Originaltext: IKK Bundesverband
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

IKK Bundesverband
Pressesprecher: Joachim Odenbach
Tel: (02204)44-111
Fax: (02204)44-455
e-mail: joachim.odenbach@bv.ikk.de

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