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Motiv für Terroranschlag: Hass auf US-Soldaten - Attentäter bezieht sich auf Film über angebliche Vergewaltigung

Hamburg (ots) - Das Motiv für die tödlichen Schüsse des Attentäters Arid U. auf US-Soldaten am Mittwoch, 2. März, am Frankfurter Flughafen ist offenbar Hass auf US-Soldaten. Laut eines Lageberichts des Landeskriminalamts Hessen, der dem ARD-Magazin "Panorama" vorliegt, hat Arid U. in einer ersten Vernehmung angegeben, dass er im Internet auf ein Video mit "schlimmen Bildern" von amerikanischen Militärs gestoßen sei. Das Video zeige, wie US-Soldaten in Afghanistan ein Haus plündern und ein Mädchen vergewaltigen. Nachdem er dieses Video gesehen hatte, habe er "die ganze Nacht nicht schlafen können". Zudem will Arid U. beobachtet haben, wie US-amerikanische Soldaten sich am Frankfurter Flughafen verächtlich über die Bevölkerung in Afghanistan geäußert hätten. Das Video und dieses Verhalten der Soldaten seien "der Impuls für ihn gewesen, insbesondere nach Afghanistan ausreisende US-Soldaten zu töten". Nach eigener Aussage hat Arid U. während des Angriffs auf die US-Soldaten "sechs bis sieben Mal deutlich 'Allah Akbar' gerufen" und dann auf die US-Militärangehörigen geschossen. Die Tatwaffe und 24 Schuss Munition habe er nach eigener Aussage vor ein paar Monaten für 1000 Euro gekauft. Bei der gleichen Vernehmung soll Arid U. angegeben haben, Moslem zu sein. Außerdem habe er gesagt, er sei Mitglied einer Facebook-Gruppe mit islamistischen Inhalten. Nach Einschätzung des LKA deuten bislang alle Ermittlungsergebnisse darauf hin, dass es sich bei Arid U. um einen Einzeltäter handelt.

Informationen zu "Panorama" finden Sie unter www.panorama.de

3. März 2011

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