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DBU: Mehr Tempo bei der Wiedervernässung – Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar

DBU: Mehr Tempo bei der Wiedervernässung – Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar
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Mit starken Verbündeten will die Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe mit Sitz in Osnabrück, mehr Tempo bei der Wiedervernässung von Mooren und Feuchtgebieten machen. Das senkt Treibhausgasemissionen und kommt zusätzlich dem Wasserhaushalt und speziellen Ökosystemen zugute. Beeindruckendes ist bereits auf eigenen Flächen des Nationalen Naturerbes in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg passiert. Maßnahmen in anderen Bundesländern sind in Planung. Welttag der Feuchtgebiete ist am 2. Februar.

Hiermit senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Über eine Veröffentlichung freuen wir uns.

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Mehr Tempo bei der Wiedervernässung

Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar

Osnabrück. Für das Erreichen der nationalen Klimaziele liegt ein großes Potenzial im natürlichen Klimaschutz. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe mit Sitz in Osnabrück, will Tempo machen beim Senken des Treibhausgasausstoßes. Die Strategie: Zeitgleich auf eigenen DBU-Naturerbeflächen zahlreiche Moore und Feuchtgebiete wiedervernässen und dadurch Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermindern. Das kommt zusätzlich dem lokalen Wasserhaushalt und speziellen von ausreichend Wasser abhängigen Ökosystemen zugute. Am 2. Februar findet der Welttag der Feuchtgebiete statt.

Gesamtfläche zur Wiedervernässung in Ueckermünder Heide entspricht knapp Außenalster

Früher wurden Moore und Feuchtgebiete entwässert, um das Land nutzbar zu machen. „Heute stellen uns Klima-, Wasser- und Biodiversitätskrise vor neue Herausforderungen, die einen Paradigmenwechsel erfordern“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Jetzt gilt es, Wasser in der Landschaft zu halten.“ Das DBU Naturerbe habe gute Ausgangsvoraussetzungen: Es ist dafür verantwortlich, 66 Flächen in zehn Bundesländern mit insgesamt 70.000 Hektar im naturschutzfachlichen Sinne weiterzuentwickeln. Zugleich hat das DBU Naturerbe-Team starke Verbündete an der Seite. Innerhalb des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Bundesregierung entsteht etwa die Machbarkeitsstudie NaturErbeKlima, mit der auf 15 ausgewählten DBU-Naturerbeflächen in acht Bundesländern Maßnahmen zum natürlichen Klimaschutz in Planung sind. Eine erste Umsetzung erfolgte im vergangenen Jahr bereits auf der DBU-Naturerbefläche Ueckermünder Heide in Mecklenburg-Vorpommern. „Da ist zum Erhalt von Feuchtgebieten Beeindruckendes passiert“, so Bonde. Bei 23 Kleinstmoore sind 15 verrohrte Durchlässe zurückgebaut worden, 100 Meter Grabenabschnitte wurden verfüllt und 100 Grabenplomben gesetzt. „Damit haben wir allein auf dieser Naturerbefläche die Voraussetzungen geschaffen, insgesamt rund 150 Hektar wiederzuvernässen“, so der DBU-Generalsekretär. Das entspreche fast der Fläche der Außenalster Hamburgs.

Mit starken Verbündeten Klimawandelfolgen kompensieren

Starke Verbündete fand das DBU Naturerbe zudem in Stiftungen. Ein Naturschutzprojekt wurde etwa mit Unterstützung der Joachim Herz Stiftung und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS auf der DBU-Naturerbefläche Peenemünde geplant, mit den zuständigen Ämtern eng abgestimmt und umgesetzt. „In den Peenewiesen helfen 19 regulierbare Kippwehre und sechs Grabenplomben, den Grundwasserstand auf knapp über 300 Hektar anzupassen“, sagt Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Angesichts der klimawandelbedingt höheren Temperaturen und dadurch stärkeren Verdunstung sei es höchste Zeit, mit den verfügbaren Wasserressourcen besser umzugehen und mehr Wasser in der Landschaft zu halten. Laut Umweltbundesamt ist vor allem in Teilen Ost- und Mitteldeutschlands langfristig mit zunehmender Trockenheit und beschränkter Wasserverfügbarkeit zu rechnen. Bonde: „Nasse Moore und Feuchtgebiete helfen einen Teil der Klimawandelfolgen zu kompensieren und haben deshalb eine herausragende Bedeutung in der Landschaft und für die Menschen.“ Zugleich dienen intakte Moore mit natürlichem Wasserhaushalt zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten als wichtige Lebensräume.

Gesamtfläche zur Wiedervernässung größer als Königssee oder Templiner See

Weitere Projekte mit Maßnahmen zur Wiedervernässung erfolgten etwa auf den DBU-Naturerbeflächen Gelbensander Forst bei Rostock – 100 Hektar, gemeinsam mit der Körber-Stiftung – und Weißhaus im Landkreis Elbe-Elster – 20 Hektar, zusammen mit der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg. „All diese Beispiele ergeben summiert bereits 5,7 Quadratkilometer Fläche. Das ist mehr als der international bekannte Königssee bei Berchtesgaden oder der Templiner See bei Potsdam umfassen“, so Bonde. Doch Wiedervernässungen erfordern oft hohen Planungsaufwand und langwierige Genehmigungsverfahren – selbst in Naturschutzgebieten. Bonde: „Wir machen Tempo und bleiben hartnäckig.“ Das DBU Naturerbe hat auf dem Weg Menschen mit gemeinsamen Überzeugungen gefunden, die ergebnis- und zukunftsorientiert an einem Strang ziehen – sowohl in Behörden als auch bei Unternehmen. „Wir hoffen, dass unsere zunehmende Expertise dazu führt, dass die eine oder andere Hürde kleiner wird oder auch entfällt“, so der DBU-Generalsekretär. Gemeinsam mit Partnern werden in den kommenden Jahren weitere Wiedervernässungsprojekte geplant und umgesetzt.

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de/naturerbe/

Klaus Jongebloed
- Pressesprecher -

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
 www.dbu.de
Weiteres Material zum Download

Dokument:  PM-007-2026 Welttag ~ Feuchtgebiete.docx

Dokument:  Hintergrund zum DBU Naturerbe.docx
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