Feierliche Amtsübergabe an der Universität Osnabrück
Es ist Ausdruck einer erfolgreichen Kontinuität in der Führung der Universität Osnabrück: Mit einer feierlichen Amtsübergabe wurde am 28. September die Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl verabschiedet. Sie wechselt zum 1. Oktober als Rektorin an die Universität Münster. Zugleich wurde Prof. Dr. Tim Römer als neuer Präsident der Universität Osnabrück in sein Amt eingeführt.
130/2026 28.9.2026
Feierliche Amtsübergabe an der Universität Osnabrück
Prof. Dr. Tim Römer folgt auf Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl
Es ist Ausdruck einer erfolgreichen Kontinuität in der Führung der Universität Osnabrück: Mit einer feierlichen Amtsübergabe wurde am 28. September die Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl verabschiedet. Sie wechselt zum 1. Oktober als Rektorin an die Universität Münster. Zugleich wurde Prof. Dr. Tim Römer als neuer Präsident der Universität Osnabrück in sein Amt eingeführt.
„Die Universität Osnabrück verliert mit Professorin Dr. Susanne Menzel-Riedl eine herausragende Präsidentin und Niedersachsen eine prägende Stimme der Wissenschaft. Mit Klarheit, Integrität und Weitblick hat sie die Universität maßgeblich vorangebracht, ihre Forschungsstärke ausgebaut und wichtige Impulse für Lehre, Nachhaltigkeit, Gleichstellung und Hochschulpolitik gesetzt“, so Falko Mohrs, niedersächsischer Wissenschaftsminister und einer der zahlreichen Festredner in der Aula des Osnabrücker Schlosses vor rund 240 geladenen Gästen. „Auch weit über Osnabrück hinaus hat Susanne Menzel-Riedl Verantwortung übernommen und sich mit großer Leidenschaft für die Interessen der niedersächsischen Hochschulen eingesetzt. Für ihr großes Engagement danke ich ihr herzlich und wünsche ihr für die neuen Aufgaben in Münster viel Erfolg und alles Gute. Ich werde sie persönlich in Niedersachsen vermissen.“
Wissenschaftsminister Mohrs weiter: „Mit Professor Dr. Tim Römer übernimmt ein Präsident die Verantwortung, der die Universität Osnabrück seit vielen Jahren kennt und mitgestaltet. Er steht für Kontinuität im besten Sinne: nicht für Stillstand, sondern dafür, auf dem Erreichten aufzubauen und die Universität mit neuen Impulsen selbstbewusst in die Zukunft zu führen. Mit seiner wissenschaftlichen Expertise, seiner Erfahrung in der akademischen Selbstverwaltung und seinem klaren Blick für Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz und den Transfer von Wissen in die Praxis bringt er beste Voraussetzungen mit, die Universität erfolgreich weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf eine offene, vertrauensvolle und produktive Zusammenarbeit.“
Vonseiten der Universität sprach unter anderem Prof. Dr. Meike Rühl als Senatssprecherin: „Als Senat möchten wir Ihnen, liebe Frau Menzel-Riedl, stellvertretend für die gesamte Universität, unseren Dank aussprechen. Sie haben die Hochschule durch mitunter stürmische Zeiten geführt – von der Pandemie zu Beginn Ihrer Amtszeit bis heute. Dabei haben Sie nie den Überblick, Ihre Souveränität und Professionalität sowie Ihre Zugewandtheit verloren.“ Und Prof. Dr. Elmar Weiler, Vorsitzender des Hochschulrates, fügte hinzu: „Sie, und das sage ich aus vollem Herzen, waren ein Glücksfall für uns alle! Und ich bin mir absolut sicher, dass wir mit Herrn Prof. Römer einfach den idealen Nachfolger gefunden haben.“
In ihrer Abschiedsrede betonte Menzel-Riedl, wie viel sie der Universität zu verdanken habe: „Wenn ich mich zurückerinnere, wie ich damals an meinem ersten Tag zur Biologie zum Westerberg hochging, hätte ich nie gedacht, dass mein Weg mich einmal ins Präsidentenbüro im Schloss führen würde“, so die scheidende Osnabrücker Universitätspräsidentin. „Sie alle haben mir so vieles ermöglicht, dass ich einfach nur dankbar sein kann. Dankbar vor allem für die Gelegenheit, mich immer weiter zu entwickeln und mit Ihnen allen gemeinsam unsere Universität ein Stückweit nach vorne zu bringen.“
Prof. Römer dankte seiner Vorgängerin für ihre sehr erfolgreiche Arbeit als Präsidentin der Universität und wünschte ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe in Münster. „Es ist mir sehr bewusst, dass es die sprichwörtlichen ‚großen Fußstapfen‘ sind, die du mir als deinem Amtsnachfolger hinterlässt. Umso mehr hoffe ich, gemeinsam mit dem Team innerhalb der Hochschulleitung sowie allen Universitätsangehörigen, deine so erfolgreiche und für die gesamte Uni glückliche Amtsführung fortführen zu können, dann natürlich auch mit neuen Akzenten“, so Prof. Römer, der sein Amt am 1. Oktober antreten wird. Dann beginnt auch die neue dreijährige Amtszeit der vom Senat mit großer Mehrheit wiedergewählten Vizepräsidenten. Es sind Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger (Vizepräsident für Forschung, gesellschaftlichen Dialog und Transfer), Prof. Dr. Andrea Lenschow (Vizepräsidentin für Internationales, Diversität und wissenschaftliche Qualifikation) und Prof. Dr. Jochen Oltmer (Vizepräsident für Studium und Lehre). Dr. Wilfried Hötker als Vizepräsident für Personal und Finanzen geht zum Ende des Jahres 2026 in den Ruhestand; seine Nachfolgerin wird Dr. Dagmar Eberle.
Zur Person: Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl
Susanne Menzel-Riedl kam 2008 als Juniorprofessorin nach Osnabrück, wo sie seit 2013 ordentliche Professorin für Biologiedidaktik ist. 2016 wurde sie zur Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung ernannt und 2019 zur Präsidentin der Universität gewählt – als seinerzeit jüngste Universitätspräsidentin Deutschlands. Darüber hinaus war sie von 2022 bis 2026 Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen und von 2023 an Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz für Hochschulsystem und Organisation. Bei der vom Deutschen Hochschulverband (DHV) durchgeführten Wahl zum „Rektor des Jahres“ 2025 belegte sie den deutschlandweit zweiten Platz. Seit 2021 lag sie bei dieser jährlich durchgeführten Wahl durchgängig auf Platz eins unter den niedersächsischen Universitätsleitungen. Im Fokus ihrer Arbeit an der Universität stand die weitere Profilbildung in der Forschung. So konnten unter ihrer Präsidentschaft zwei Sonderforschungsbereiche eingeworben werden: einer zu zellulären Membrannetzwerken und ein weiterer – in seiner geisteswissenschaftlichen Ausrichtung in Niedersachsen bislang einzigartiger – zur Migrationsforschung. Darüber hinaus wurde gemeinsam mit sieben Partnern das KI-Reallabor Agrar (RLA) etabliert, das mit 18,9 Millionen Euro von der VolkswagenStiftung finanziert wird. Mit einer Fördersumme von 16,9 Millionen Euro warb die Universität Osnabrück unter der Federführung von Susanne Menzel-Riedl Mittel der VolkswagenStiftung zur Profilbildung der Universität ein.
Zur Person: Prof. Dr. Tim Römer
Ihr Nachfolger Prof. Römer wurde 1975 in Oshawa, Kanada, geboren. Nach dem Studium der Mathematik mit dem Nebenfach Informatik an der Universität in Essen, folgte die Promotion und eine uniexterne Tätigkeit als Technologieberater. 2002 kam er an die Universität Osnabrück – zunächst als Juniorprofessor für Mathematik, 2008 dann berufen als Professor für Algebra. Seit dieser Zeit hatte Prof. Römer verschiedene Ämter in der universitären Selbstverwaltung inne, wie zum Beispiel langjährig als Dekan des Fachbereichs, und konnte zahlreiche hochdotierte Drittmittelprojekte für die Universität einwerben. Ein Beispiel dafür ist das KI-Reallabor Agrar, das Prof. Römer leitet und das auch Teil der Hightech Agenda Deutschland - KI-Roadmap ist. Darüber hinaus initiierte er die Gründung des Forschungszentrums Data Science.
Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
E-Mail: oliver.schmidt@uos.de
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück Stabsstelle Kommunikation und Marketing Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück Tele.: +49 541 969 4516 E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download Dokument: 130_PM_Menzel_Römer_~September_2026.docx