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Universität Osnabrück

Gesund musizieren: Körperliche und mentale Gesundheitsförderung für Musikstudierende an der Uni Osnabrück

Jede Musikerin und jeder Musiker wird es kennen: Nach langen Proben schmerzen die Arme, der Rücken, die Handgelenke. Und vor dem Auftritt? Herrscht oft großes Lampenfieber und Leistungsdruck. Studien zeigen, dass bereits Musikstudierende oft unter körperlichen und psychischen Beschwerden leiden. Unter dem Titel „Gesund musizieren: Körperliche und mentale Gesundheitsförderung für Musikstudierende“ will ein neues Forschungsprojekt der Universität Osnabrück hier frühzeitig gegensteuern. Das Vorhaben ist auf rund 2,5 Jahre angelegt und wird von der Techniker Krankenkasse mit 75.000 Euro gefördert.

Gesund musizieren: Körperliche und mentale Gesundheitsförderung für Musikstudierende

Techniker Krankenkasse fördert neues Projekt der Universität Osnabrück

Jede Musikerin und jeder Musiker wird es kennen: Nach langen Proben schmerzen die Arme, der Rücken, die Handgelenke. Und vor dem Auftritt? Herrscht oft großes Lampenfieber und Leistungsdruck. Studien zeigen, dass bereits Musikstudierende oft unter körperlichen und psychischen Beschwerden leiden. Unter dem Titel „Gesund musizieren: Körperliche und mentale Gesundheitsförderung für Musikstudierende“ will ein neues Forschungsprojekt der Universität Osnabrück hier frühzeitig gegensteuern. Das Vorhaben ist auf rund 2,5 Jahre angelegt und wird von der Techniker Krankenkasse mit 75.000 Euro gefördert.

„Wir haben in den Jahren 2016 und 2017 Musikstudierende an der Uni Osnabrück zu körperlichen und mentalen Beschwerden befragt, und das Ergebnis war erschreckend“, sagt Prof. Dr. Christoph Louven vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück. Demnach waren rund 30 Prozent der Studierenden von musizierbedingten körperlichen Schmerzen betroffen; etwa 27 Prozent litten unter einer leistungseinschränkenden Auftrittsangst. „Es wurde zudem deutlich, dass es trotz dieser hohen Prävalenzen im Studium keinerlei Angebote und Strukturen gibt, um aufkommende Probleme rechtzeitig zu erkennen und ihnen begegnen zu können, bevor sich daraus eine beruflich und persönlich existentielle Krise entwickelt“, so Louven.

Für die rund 250 Musikstudierenden an der Universität Osnabrück soll daher ein Angebot aus Lehrveranstaltungen, Workshops und Beratung geschaffen werden, das musikerspezifischen Beschwerden in körperlicher wie mentaler Hinsicht rechtzeitig vorbeugt und ein lebenslanges, gesundes Musizieren ermöglicht. Darüber hinaus sollen die Studierenden als Multiplikatoren in ihrer überwiegenden späteren Berufstätigkeit als Musik-Lehrkräfte die erworbenen Kompetenzen auch an ihre künftigen Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Neben Prof. Louven als Projektleiter gehören dem Projektteam die Physiotherapeutin Heike Schemmann an, die unter anderem auf musikerspezifische muskuloskelettale Beschwerden spezialisiert ist, und Dr. Judith Zimmermann, Trainerin für Stressmanagement und Expertin für mentale Musikergesundheit und Auftrittsangst.

„Es gehört zur zentralen Verantwortung musikausbildender Institutionen wie der Uni Osnabrück, ihren Studierenden im Rahmen ihrer Studiengänge entsprechende Angebote zur musikerspezifischen Gesundheitsförderung zu machen“, sagt Prof. Christoph Louven. Sporadische ‚On the Top‘-Angebote alle paar Semester oder Angebote rein im Rahmen von speziell eingeworbenen Projekten würden dieser grundlegenden Verantwortung nicht gerecht. „Was nützt es, Studierende jahrelang im Einzelunterricht am Instrument oder im Gesang auszubilden, wenn diese ihr Können wegen aufkommender Schmerzen beim Musizieren oder vor lauter Angst in einer Auftrittssituation nicht zeigen können?“, meint der Musikwissenschaftler. Daher sei es auch ein Ziel des Projekts, die entwickelten Konzepte und Methoden zur Gesundheitsförderung dauerhaft im Curriculum der Musik-Studiengänge zu verankern.

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Christoph Louven, Universität Osnabrück

Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

christoph.louven@uni-osnabrueck.de

Cornelia Achenbach, Universität Osnabrück
Kommunikation und Marketing / Redakteurin
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück

E-Mail: cornelia.achenbach@uni-osnabrueck.de

Weiteres Material zum Download

Dokument:  126_Gesund_Musiziere~September_2026.docx
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