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Risiken im ghanaischen Kakaosektor - Studierende der Uni Osnabrück auf Exkursion

Risiken im ghanaischen Kakaosektor - Studierende der Uni Osnabrück auf Exkursion
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Wie Forschung und Lehre Hand in Hand gehen können, zeigt sich gerade im Rahmen eines gemeinsamen Aufenthalts von Masterstudierenden und Forschenden der Uni Osnabrück in Ghana. Dort findet ein großes Studienprojekt mit 15 Studierenden aus dem Master „Geographie: Gesellschaft - Umwelt - Zukunft” statt.

Risiken im ghanaischen Kakaosektor

Uni Osnabrück: Masterstudierende und Forschende auf Exkursion

Wie Forschung und Lehre Hand in Hand gehen können, zeigt sich gerade im Rahmen eines gemeinsamen Aufenthalts von Masterstudierenden und Forschenden der Uni Osnabrück in Ghana. Dort findet ein großes Studienprojekt mit 15 Studierenden aus dem Master „Geographie: Gesellschaft - Umwelt - Zukunft” statt.

Die Studierenden sollen vor Ort lernen, wie unterschiedliche Risiken für Kakaobäuerinnen und -bauern, bspw. Klimawandel, Umweltzerstörung durch Goldabbau und zu niedrige Kakaopreise, von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren wahrgenommen werden. Dabei ist es kein Zufall, dass gleichzeitig vier Promovierende und Postdocs aus der Geographie und den Politikwissenschaften dabei sind: Sie forschen im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkollegs Ecorisk und des vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Wissenschaftsraums GO-Chains ebenfalls zu Risiken im globalen Produktionsnetzwerk des Kakaos.

„Der gemeinsame Aufenthalt von Geographiestudierenden und dem Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zeigt, wie ernst uns die Verbindung von Forschung und Lehre ist. Unser Masterstudiengang Geographie: Gesellschaft – Umwelt – Zukunft ist sehr projektorientiert ausgerichtet – dass die Studierenden hier ihre eigenen Projekte durchführen, ist Teil davon“, erklärt Prof. Dr. Martin Franz. Für die Studierenden bringt der Aufenthalt viele neue Erfahrungen mit sich. „Besonders die Möglichkeit, direkt von den Bäuerinnen und Bauern vor Ort zu lernen und deren Probleme und Sichtweisen besser zu verstehen, ist sehr wertvoll“, so Martin Franz. Ein Semester lang haben sich die Studierenden auf diesen Aufenthalt vorbereitet. Im kommenden Wintersemester werden die Ergebnisse dann ausgewertet und sollen auch verbreitet werden.

Für die Promovierenden Frederik Kamphues aus der Geographie und Isaac Ntiamoah aus den Politikwissenschaften ist der Aufenthalt Teil ihrer Feldforschung für ihre Doktorarbeiten. Während Isaac Ntiamoah noch am Anfang seiner Forschung steht, ist Frederik Kamphues schon fortgeschrittener. Er untersucht, wie sich die Europäische Entwaldungsverordnung in Ghana auswirkt. „Für die Akteurinnen und Akteure hier in Ghana war die Anpassung an das Gesetz ein riesiger Kraftakt – auch finanziell. Als letztes Jahr dann die Einführung der Verordnung kurzfristig von der EU verschoben wurde, hat das neue Probleme mit sich gebracht, weil die Akteurinnen und Akteure dadurch auf allen Kosten der Anpassung sitzen geblieben sind und Unternehmensstrategien nicht mehr umsetzbar waren“, erklärt Frederik Kamphues.

„Dass Frederik und Isaac und damit auch Geographie und Politikwissenschaften unmittelbar zusammenarbeiten, eröffnet neue Perspektiven auf Risiken in globalen Produktionsnetzwerken“, erklärt Dr. Jana Rülke, Koordinatorin des Graduiertenkollegs Ecorisk, dem beide angehören. „Genau diese interdisziplinäre Zusammenarbeit bildet den Kern von Ecorisk.“

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Martin Franz, Universität Osnabrück

Institut für Geographie

E-Mail: martin.franz@uos.de

Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück
Tele.: +49 541 969 4516
E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download

Dokument:  122_PM_Franz_Exkursion_Ghana_2026.docx