Neues Forschungsprojekt der Uni Osnabrück: Kroatischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus im (organisierten) Sport
Welche Rolle spielen rechtsextreme und ultranationalistische Einstellungen und Strukturen im organisierten Sport? Und wie können Sportvereine und -verbände mit entsprechenden Herausforderungen umgehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Mapping the Field: Kroatischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus im (organisierten) Sport“, das am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück durchgeführt wird.
Mapping the Field: Kroatischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus im (organisierten) Sport
Neues Forschungsprojekt der Universität Osnabrück
Welche Rolle spielen rechtsextreme und ultranationalistische Einstellungen und Strukturen im organisierten Sport? Und wie können Sportvereine und -verbände mit entsprechenden Herausforderungen umgehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Mapping the Field: Kroatischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus im (organisierten) Sport“, das am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück durchgeführt wird. Gefördert wird das Vorhaben durch die Deutsche Sportjugend (dsj) im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“.
Ziel des Projekts ist es, rechtsextreme und ultranationalistische Einstellungen, Akteure und Strukturen im organisierten Sport sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für das Sport- und Vereinsleben zu analysieren. Im Fokus stehen dabei der kroatischer Rechtsextremismus und Ultranationalismus als eine bislang wenig erforschte spezifische Erscheinungsform eines migrantisierten Extremismus im deutschen Sport.
„Ich freue mich, mit dem Projekt an meine Forschung zur Extremismusprävention im organisierten Sport anzuknüpfen und diese um eine bislang wenig beleuchtete Erscheinungsform zu erweitern“, sagt PD Dr. habil. Enrico Michelini, Hauptprojektleiter an der Universität Osnabrück. „Durch die Verbindung mit der bereits durchgeführten Forschung zu türkischem Extremismus im Sport und perspektivisch weiteren Untersuchungen zu extremistischen Erscheinungsformen in migrantisierten Communities können Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar gemacht werden. Daraus erwarten wir wichtige Erkenntnisse und neue Impulse für die Präventionsarbeit im Sport.“
Im Mittelpunkt des Projekts steht zunächst eine systematische Bestandsaufnahme des Forschungs- und Wissensstands zu kroatischem Rechtsextremismus und Ultranationalismus im Sport. Dabei werden relevante Akteure, Organisationsstrukturen, Netzwerke und Erscheinungsformen untersucht und in ihrem gesellschaftlichen und sportbezogenen Kontext eingeordnet. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, bestehende Wissenslücken zu schließen und Ansatzpunkte für die weitere wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit dem Thema zu identifizieren.
Neben der wissenschaftlichen Analyse verfolgt das Projekt ein praxisorientiertes Ziel: Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Sensibilisierung, pädagogische Arbeit und Präventionsmaßnahmen im Sport weiterzuentwickeln. Damit soll die demokratische, inklusive und diskriminierungssensible Kinder- und Jugendarbeit in Sportvereinen und -verbänden gestärkt werden.
Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Enrico Michelini, Universität Osnabrück
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
Enrico.michelini@uni-osnabrueck.de
Cornelia Achenbach, Universität Osnabrück Kommunikation und Marketing / Redakteurin Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
E-Mail: cornelia.achenbach@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download Dokument: 118_PM_Rechtsextremi~September_2026.docx