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09.12.2020 – 08:32

Universität Osnabrück

Von typischen Problemen des Wassermanagements lernen - BMBF-gefördertes Projekt unterstützt unter anderem Weser-Ems-Region bei vorausschauender Wasserwirtschaft

OSNABRÜCK. Weltweit ist die Ressource Wasser knapp. Um lokale und regionale Nutzungskonflikte zu verringern, müssen Nutzerinnen und Nutzer über Grenzen hinweg miteinander kooperieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt STEER unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl am Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück. STEER ("Erhöhung der STEuerungskompetenz zur ERreichung der Ziele eines integrierten Wassermanagements") wurde nach über dreijähriger Projektlaufzeit nun erfolgreich abgeschlossen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Globale Ressource Wasser" mit insgesamt über 575.000 Euro gefördert.

181/2020 9.12.2020

Von typischen Problemen des Wassermanagements lernen -

BMBF-gefördertes Projekt unterstützt unter anderem Weser-Ems-Region bei vorausschauender Wasserwirtschaft

OSNABRÜCK. Weltweit ist die Ressource Wasser knapp. Um lokale und regionale Nutzungskonflikte zu verringern, müssen Nutzerinnen und Nutzer über Grenzen hinweg miteinander kooperieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt STEER unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl am Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück. STEER ("Erhöhung der STEuerungskompetenz zur ERreichung der Ziele eines integrierten Wassermanagements") wurde nach über dreijähriger Projektlaufzeit nun erfolgreich abgeschlossen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Globale Ressource Wasser" mit insgesamt über 575.000 Euro gefördert.

Das Projektteam konnte mit https://watergovernancetool.eu/ eine Onlineplattform entwickeln, die Akteurinnen und Akteure bei einem integrierten Wassermanagement unterstützt. Das geschaffene Angebot zielt darauf ab, die Ansprüche verschiedener Nutzungsarten aufeinander abzustimmen. Es ist das Resultat eines innovativen Forschungsansatzes zur Förderung von Koordination und Kooperation in den Regionen angesichts typischer Problemlagen. "Wir hoffen, dass unser Angebot dazu beiträgt, Nutzungskonflikte zu verringern und Synergien zu schaffen, um Wasserressourcen vorausschauender und nachhaltiger zu bewirtschaften", so Projektleiterin Pahl-Wostl.

Um Probleme im Management von Wasserressourcen besser zu verstehen, hatte sich das Forschungsteam in Fallstudien in Deutschland, Spanien, Südafrika, der Mongolei und Iran mit lokalen Akteurinnen und Akteuren über Wissen und spezifische Erfahrungen ausgetauscht. Zudem verglich STEER in einer breiteren Untersuchung in 27 weiteren Fallstudien, wie man mit den Herausforderungen durch unterschiedliche Wassernutzungen umging. Dadurch konnte das STEER-Team ein passgenaues Angebot schaffen, um gemeinsam nach Lösungen für Konflikte um Wassernutzungen zu suchen.

In der Weser-Ems-Region beispielsweise suchen der Wasserversorgungs- und der Landwirtschaftssektor derzeit nach Wegen, wie sich die Nitratbelastung des Grundwassers reduzieren lässt und landwirtschaftliche Betriebe profitabel bleiben. STEER brachte Akteure der Region zusammen und unterstützte sie dabei, innovative Ansätze zu entwickeln.

Neben regionalen Akteuren aus dem Wassersektor (beispielsweise Wasserverbände, Flusseinzugsgebietsorganisationen) sind auch die für Wasserressourcen zuständigen nationalen Ministerien und Behörden sowie Forscherinnen und Forscher, die Wassergovernance-Analysen durchführen und Lösungsvorschläge entwickeln wollen, anvisierte Nutzergruppen. "Mit unserer im Projekt entstandenen Onlineplattform können all diese Nutzer ihr regionales Wassergovernance-System anhand einiger Fragen charakterisieren und erhalten eine Diagnose, welche Governance-Aspekte verbessert werden sollten", sagt Pahl-Wostl. "Wir freuen uns, dass wir durch das webbasierte Watergovernance Tool auch nach Projektende ein Instrument zur Verfügung stellen, das eine integrierte Bewirtschaftung von Wasserressourcen unterstützt."

Neben der Universität Osnabrück waren auch das Ecologic Institut, das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik, die Universität Kassel, der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband sowie die Emschergenossenschaft am Projekt beteiligt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl, Universität Osnabrück

Institut für Umweltsystemforschung

Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 2536

E-Mail: cpahlwos@uni-osnabrueck.de

Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher Universität Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download

Dokument: 181_PM_Pahl_Wostl_Wa~gement20201209.docx