World Vision Deutschland e. V.

Schockierende Frauenschicksale in aller Welt

    Friedrichsdorf (ots) - Weltfrauentag am 8. März:

    WORLD VISION fordert: Frauenrechte müssen verwirklicht werden!

    Anlässlich des Weltfrauentages und der 50. Sitzung der UN-Frauenkommission macht WORLD VISION erneut auf die teilweise schockierende Benachteiligung von Frauen in aller Welt aufmerksam. Berichte von WORLD VISION-Mitarbeitern aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa richten den Blick besonders auf die Bereiche Bildung, Gesundheit und Arbeitswelt sowie die Mitspracherechte von Frauen bei Entwicklungsprozessen.

    Frauen und sexueller Missbrauch - Ein Schicksal aus Äthiopien: Mit acht wurde Meti verheiratet, mit zehn war sie schwanger. Das Mädchen wusste dies jedoch nicht, sondern dachte, dass es krank sei, zumal es starke Unterleibsschmerzen entwickelte. Zwei Jahre lang hielten die Schmerzen an. Erst als Meti in ein Koma fiel und ins Krankenhaus gebracht wurde, stellte der behandelnde Arzt fest, dass sie eine Totgeburt in sich trug, die zu einem Stein verkrustet war. "Geschichten wie diese sind mir in Äthiopien immer wieder berichtet worden. Gerade auf dem Lande werden Frauen nicht vor Missbrauch geschützt", sagt WORLD VISION-Mitarbeiter Sönke C. Weiss, der erst vor wenigen Tagen aus Äthiopien zurückgekehrt ist. Fast 60 Prozent der äthiopischen Frauen werden vor ihrem achtzehnten Geburtstag verheiratet. Die Beschneidung von Mädchen ist zwar offiziell verboten, wird aber dennoch praktiziert. Vergewaltigung und andere Gewalttaten gegenüber Frauen werden kaum geahndet.

    Frauen und Bildung - Ein Beispiel aus dem Sudan: Die 13-Jährige Mary fürchtet, dass sie von ihren Eltern bald verheiratet wird, wenn nicht bald im Dorf eine Schule gebaut wird. Ihre Eltern hätten ihr aus Angst vor Vergewaltigungen nicht gestattet, eine weiter entfernt gelegene Schule zusammen mit den Jungen zu besuchen. Marys Beispiel gilt für Hunderttausende junger Mädchen im Südsudan. Sie haben erkannt, dass Bildung für sie wichtig ist, weil sie nur mit Bildung einen Job bekommen und am Wiederaufbau der Gesellschaft teilnehmen können. Dennoch wird ihnen die Möglichkeit einer Schulbildung vielfach verwehrt.

    Frauen und HIV/Aids - Ein Schicksal aus Guatemala: Armut, Unwissenheit und Unterdrückung beschleunigen die Verbreitung von HIV/Aids, auch unter den Mayafrauen in Guatemala. Die 36-Jährige Juana infizierte sich bei ihrem Mann. Der starb wenig später an Aids, und Juana wurde gänzlich alleingelassen. Sogar um das Sorgerecht für ihre Kinder musste sie kämpfen, als ihre Infektion bekannt wurde. Im weltweiten Kampf gegen Aids muss nach Ansicht von WORLD VISION sehr viel mehr dafür getan werden, dass Mädchen sich mit Informationen und Selbstvertrauen gegen sexuelle Ausbeutung wehren können.

    Frauen und Mitbestimmung - ein Hoffnungsschimmer in Indonesien: Die Beteiligung von Frauen an Entscheidungen über Nothilfe und Entwicklung ist keineswegs selbstverständlich. Von Erfahrungen aus der Tsunami-Region Banda Aceh, Indonesien, berichtet WORLD VISION's Menschenrechtsbeauftragter Patricio Cuevas-Parra: "In den ersten Monaten nach dem Tsunami sah man nur wenige Frauen in den Seminaren und Entscheidungsgremien. Die meisten Sprecher der Dörfer und auch Mitarbeiter lokaler NGOs hielten die Einbeziehung von Frauen für Zeit- und Geldverschwendung. Mittlerweile nehmen Frauen aktiv an allen Stadien der Wiederaufbauarbeit teil. Sie besuchen unsere Workshops und sagen häufig sogar als erste ihre Meinung zu den Problemen, die sie zu bewältigen haben." Zum ersten Mal überhaupt feiert die Provinz Aceh jetzt den Weltfrauentag. Ausstellungen, Preise und Veranstaltungen würdigen den Beitrag der Frauen zum Wiederaufbau.

    WORLD VISION arbeitet in annähernd 100 Ländern, um Menschen zu befähigen, ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Die Stärkung der Frauen spielt dabei eine tragende Rolle. WORLD VISION unterstützt das Ziel der UN-Frauenrechtskommission, Frauen verstärkt in den Entwicklungsprozess einzubinden und weltweit ihre Gleichstellung zu erwirken.

    HINTERGRUND WORLD VISION Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten "langfristige Entwicklungshilfe" und "humanitäre Nothilfe". Mehr als 200 Projekte werden momentan in 41 Ländern durchgeführt. WORLD VISION Deutschland ist Teil der weltweiten WORLD VISION-Partnerschaft mit mehr als 20.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. WORLD VISION unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. Weitere Infos unter www.worldvision.de

ür weitere Informationen, Interviews und Fotomaterial wenden Sie sich bitte an die Pressestelle: 06172 / 763-151.

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