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03.07.2003 – 11:32

World Vision Deutschland e. V.

Demokratische Republik Kongo - WORLD VISION-Helfer zurück in Nord-Kivu

    Friedrichsdorf (ots)

    - Truppenrückzug der Rebellen ermöglicht Wiederaufnahme der
        Flüchtlingshilfe
    - Ankunft neuer Vertriebener in Luna
    - Transporte von Hilfsgütern in die Region um Beni werden  
        fortgesetzt
    - Deutscher Programmleiter im Ostkongo steht für Interviews zur
        Verfügung

    Die Hilfsorganisation WORLD VISION hat heute ihre Hilfsprogramme in der Provinz Nord-Kivu wieder aufgenommen, da die Gefechte um Städte im Grenzgebiet zu Uganda eingestellt wurden und die Rebellengruppe RCD Goma ihre Truppen aus der Stadt Luberu zurückgezogen hat. Die vorübergehend evakuierten Mitarbeiter kehrten gestern in die Stadt Beni zurück. Mehrere Hilfstransporte, die an der ugandischen Grenze gestoppt wurden, werden jetzt fortgesetzt. Von Beni und dem 60 Kilomter entfernten Eringeti aus beliefern sie zahlreiche Dörfer mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Plastikplanen und Haushaltsutensilien. "Manche Dörfer sind innerhalb kürzester Zeit von 8.000 auf 20.000 Einwohner angeschwollen", sagt Projektleiter Jürgen Feldmann. "Die ansässigen Familien sind mit der Versorgung der Flüchtlinge völlig überfordert, obwohl diese selbst aktiv sind und etwa eigene Hütten bauen."

    Beni und Eringeti wurden in den vergangenen Monaten Zufluchtsort für Zehntausende Kongolesen, die vor Kämpfen zwischen Lendu- und Hema-Milizen aus der Provinz Ituri flohen. Dass viele dieser Flüchtlinge seit der Stationierung europäischer Soldaten in Bunia nach Ituri zurückkehren, konnte Feldmann nicht bestätigen. "Wir haben jetzt eher mehr Flüchtlinge, zumal es inzwischen auch wieder Kämpfe bei Komanda  gegeben hat", so Feldmann. Flüchtlinge aus Komanda (an der Grenze zur Provinz Ituri) hätten sich nach Süden bewegt und sich in Luna niedergelassen. "Wir werden sie in den nächsten Tagen registrieren und ihren Ernährungszustand untersuchen", berichtet der Projektleiter. Dank der Kooperation mit UN-Organisationen sei WORLD VISION darauf vorbereitet, Unterernährte mit Zusatznahrung zu versorgen. In Eringeti, Oicha, Mangina und Mutwanga unterhält die Hilfsorganisation bereits mehrere Ernähungszentren. Jedes dieser Zentren hat einen Garten angelegt, in dem Gemüse angebaut und Saatgut gewonnen wird. "Zu den größten Problemen zählen die Trinkwasser-Versorgung und der Mangel an Sanitäranlagen", kommentiert Feldmann die Lage vor Ort. "An einigen Orten haben wir Quellen eingefasst, um Wasser per LKW zu den Flüchtlingslagern zu bringen. An anderen Orten müssen wir Wasser aus dem Regenwald filtern. Dazu wurde eine Filteranlage eingeflogen. Außerdem bauen wir 600 Latrinen, die gesäubert werden können." Die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe RCD-Goma und die in Beni ansässige Rebellengruppe RCD-ML haben trotz eines Waffenstillstandsabkommens in den vergangenen Monaten um die Vorherrschaft in der Region Beni gekämpft. Beni gilt als ein wichtiger strategischer Knotenpunkt im Ostkongo. Die Front befand sich nur 40 Kilometer von Beni entfernt. Seit Anfang der Woche gehören die Rebellengruppen allerdings der von Präsident Kabila eingesetzten Übergangsregierung an.          Für die Fortführung der Hilfsprogramme im Ost-Kongo bittet WORLD     VISION dringend um Spenden bei der:

    Volksbank Frankfurt (BLZ 501 900 00),     Kontonummer: 20 20,     Stichwort: Ost-Kongo

    BILDMATERIAL

    Wir bieten Fernseh-Redaktionen sendefähiges Hintergrundmaterial an: Bilder zu Flüchtlingen und einem Ernährungszentrum sowie ein Statement von Jürgen Feldmann zum Konflikt im Kongo.

    HINTERGRUND

    WORLD VISION Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles, christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. Rund 150 Projekte werden momentan in 38 Ländern durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie im Internet  http://www.worldvision.de


ots Originaltext: World Vision Deutschland e. V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Interviews stehen zur Verfügung: Unser deutscher Programmleiter
im Ostkongo Jürgen Feldmann, oder Harry Donsbach, Fachreferent für
humanitäre Hilfe in Friedrichsdorf. Mit Fragen und Interview-
Wünschen wenden Sie sich bitte an Kurt Bangert (Tel. 06172-763-151
oder 0172-212 7738) oder Iris Manner (06172-763-153.

Original-Content von: World Vision Deutschland e. V., übermittelt durch news aktuell