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Deutsche Marine - Bilder der Woche: "Egal wer das Tor schießt - Hauptsache die Mannschaft gewinnt" - Die U-Boot-Fahrer der Deutschen Marine sind Teamarbeiter unter Wasser

Archivfoto: "U15" läuft in den Marinestützpunkt Eckernförde ein. Foto: Maik Herrmann, Deutsche Marine

    Glücksburg (ots) -

    - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
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    Eckernförde - Die U-Boote der Klasse "212 A" sind die modernsten U-Boote der Deutschen Marine. Dank ihres Hybridantriebs können sie zwei Wochen lang unter Wasser bleiben - das ist einzigartig, weil sie unabhängig von der Außenluft fahren können. Die noch in Dienst befindliche ältere U-Boot-Klasse "206 A" ist darauf angewiesen zu schnorcheln, um ihre Batterien für Unterwasserfahrten aufzuladen.

    U-Boot-Besatzungsmitlgieder können Aufgaben anderer übernehmen

    Die U-Boot-Besatzungen stehen innerhalb der Deutschen Marine für einen besonderen Teamgeist "Egal wer das Tor schießt - Hauptsache die Mannschaft gewinnt", vergleicht Fregattenkapitän Rainer Preuß diese Zusammenarbeit mit dem Sport. "Jedes Besatzungsmitglied kann die Aufgabe eines anderen wahrnehmen", so der 43 Jahre alte Offizier, der bereits seit 23 Jahren U-Boot-Mann ist. Der Kommandeur des 1. U-Boot-Geschwaders aus Eckernförde nennt zwei Beispiele: "Ein Elektronikmaat kann zum Beispiel auch eine Sonaranlage bedienen und das Unterwasserlagebild erstellen. Anderseits kann ein Funker den Posten des Tiefenrudergängers übernehmen." Dafür werden die Frauen und Männer in drei- bis sechsmonatigen Ausbildungslehrgängen am "Ausbildungszentrum U-Boote" sowie in Praxisphasen ausgebildet. Insgesamt dienen im einzigen U-Boot-Geschwader der Deutschen Marine 630 Soldaten, davon 30 Frauen.

    U-Boote klären Küstenvorfeld auf

    Preuß hebt die besonderen Fähigkeiten der U-Boote im Kampf gegen asymmetrische Bedrohungen hervor. Dabei handelt es sich um den Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Er sagt: "Unsere Boote eignen sich hervorragend sowohl zur verdeckten als auch zur offenen Aufklärung im Küstenvorfeld. Es kann Kalkül sein, dass wir mit einer offenen Aufklärung zeigen: Wir sind da!" Im Gegensatz zu Flugzeugen und Schiffen können die verhältnismäßig kleinen Boote der Deutschen Marine bei jedem Wetter agieren - sie tauchen einfach unter dem schlechten Wetter hindurch.

    Hintergrund zum 1. U-Boot-Geschwader

    Zum 1. U-Boot-Geschwader in Eckernförde gehören neben den nagelneuen U-Booten der Klasse "212 A" auch die älteren der Klasse "206 A" aus den 1970er Jahren, sowie die drei Flottendienstboote - das sind Aufklärungsschiffe - und ein Versorgungsschiff. Mit dem neuen Hybridantrieb setzen die U-Boote der Klasse "212 A" neue Maßstäbe, da das Abfallprodukt des Motors reines Wasser ist. 27 Seeleute arbeiten in den 56 Meter langen und 20 Knoten - das sind rund 37 Stundenkilometer - schnellen Booten zusammen. Zum Vergleich: In den Vorgängermodellen, den Booten der Klasse "206 A", sind 22 Soldaten untergebracht. Sie sind nur 48 Meter lang und schaffen 17 Knoten - das sind rund 31 Stundenkilometer.

    Autor: Florian Mitschka, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine

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