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27.01.2005 – 16:01

SAT.1

Exklusiv in AKTE 05/4 heute um 22.15 Uhr: Nach dem Geständnis von Robert Hoyzer: Private Detektive über die kroatische Wett-Mafia
Der Ermittlungsbericht, der den Schiedsrichter-Skandal ins Rollen brachte

    Berlin (ots)

         Nach dem Geständnis von Schiedsrichter Robert Hoyzer richtet sich der Fokus jetzt auf Hintermänner aus der kroatischen Wett-Mafia. Der Redaktion von AKTE 05 liegt die Zusammenfassung eines privaten Ermittlungsberichtes vor, in dem Verbindungen zwischen Schiedsrichter Robert Hoyzer und den Brüdern Milan und Ante S. beschrieben werden.          Demnach verkehrten Hoyzer und seine Schiedsrichter-Kollegen von Hertha BSC im Berliner "Café King", das Milan S., einem gebürtigen Kroaten, gehört. Im Ermittlungsbericht heißt es: "Das Lokal (Café King) ist stadtbekannt als Anlaufpunkt für Mitglieder des jugoslawischen kriminellen Milieus, hier auch bekannt als Anlaufpunkt der Hütchenspieler." Eine Ex-Freundin von Milan S. bestätigt gegenüber AKTE 05: "Robert Hoyzer und Milan kennen sich seit Jahren. Robert war sehr oft im Café King."  Wie AKTE-Recherchen ergeben haben, hat Café-Besitzer Milan S. sogar verwandtschaftliche Verbindungen zu Hertha BSC: Er ist der Cousin eines Kreisliga-Schiedsrichters, der ebenfalls zur Schiri-Gruppe des Fußballvereins gehört. Peter Niggl, Buchautor und Kenner der Berliner Unterwelt, über das "Café King": "Das ist seit langem das Stammlokal von Hertha BSC. Honorige Personen, Vorstände, Spieler und Schiedsrichter verkehren dort." Eine AKTE-Anfrage bei der Pressestelle von Hertha BSC blieb bislang unbeantwortet.          Die Brüder Milan und Ante S. sind offenbar schon seit Jahren in der Wett-Szene bekannt. Mitarbeiter eines Berliner Wettbüros bestätigen gegenüber AKTE 05: "Ante S. setzt seit langem hohe Summen auf Außenseiter, Wetten mit hohen Gewinnen, auch auf ausländische Spiele." Ein Foto aus einer Überwachungskamera, das dem Ermittlungsbericht beiliegt, zeigt Ante S. in dem besagten Wettbüro. Insider vermuten, die Wett-Gewinne waren so hoch, dass Buchmacher um ihre wirtschaftliche Existenz gefürchtet und private Ermittler mit der Untersuchung beauftragt haben. Zitat aus dem der AKTE-Redaktion vorliegenden Ermittlungsbericht:          "Tatsache ist hier, dass der S. (gemeint ist Ante S.) höher(e) Geldbeträge auf Spiele gesetzt hat, in denen der HOYZER als Schiedsrichter eingesetzt war. (...) Es wurden hier Gewinne von ca. 900.000 Euro erzielt. Die hier ermittelten Spiele waren:          VfL Osnabrück - St. Pauli 14.08.04          Braunschweig - St. Pauli 05.06.04          HSV - Paderborn 21.08.04."          Robert Hoyzer - Täter und Opfer?          Nach allen vorliegenden Rechercheergebnissen ist es nicht auszuschließen, dass Robert Hoyzer von der Wett-Mafia instrumentalisiert wurde. Im Ermittlungsbericht heißt es abschließend:  "Über die Motivation des HOYZER kann nur spekuliert werden. Ob der HOYZER aus Bereicherungsgründe(n) diese Taten begangen hat oder aber von den S. (gemeint sind Milan und Ante S.), eventuell weil er ihnen verpflichtet war, unter Druck gesetzt wurde, kann hier definitiv nicht bewertet werden." In einem Hintergrundgespräch mit der AKTE-Redaktion bestreitet Milan S. alle Vorwürfe und kündigt eine Erklärung an, die noch andere belasten werde.          Das erste Interview mit der Mutter von Hoyzers Freundin          Erstmals nimmt die Mutter von Robert Hoyzers Freundin zu den öffentlichen Vorwürfen Stellung. Sie streitet ab, von Robert Hoyzer Geld für eine kürzlich gekaufte Eigentumswohnung erhalten zu haben. Sie versichert gegenüber AKTE 05, den Kaufpreis der Wohnung aus eigener Tasche aufgebracht zu haben. Nach Angaben der Mutter hat sie für die Eigentumswohnung "viel weniger als 330.000" Euro" bezahlt.          Diese Meldung ist mit Quellenangabe AKTE 05 zur Veröffentlichung frei. Bei Rückfragen:              Kontakt:

Helga Hörnle
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