Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)

Drei Stiftungen laden zum Praxisforum ein: "Schule im Einwanderungsland Deutschland gestalten"

Drei Stiftungen laden zum Praxisforum ein: "Schule im Einwanderungsland Deutschland gestalten"
Drei Stiftungen laden zum Praxisforum ein: "Schule im Einwanderungsland Deutschland gestalten" / Viele geflüchtete Kinder und Jugendlichen besuchen Schulen in Deutschland. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/67067 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei.... mehr

Berlin (ots) - Von den Schulen dieses Landes wird in den nächsten Jahren in hohem Maße abhängen, ob die nach Deutschland geflüchteten Kinder und Jugendlichen ihren Platz in der Gesellschaft finden. Davon sind die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), die Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Bildung und Gesellschaft überzeugt. Mit einem Praxisforum am 6. Juni 2016 an der Ruhr-Universität Bochum ab 15 Uhr wollen sie ihre Aufmerksamkeit ganz denjenigen Personen widmen, die an Schulen oder im schulischen Umfeld tätig sind.

Interessierte Lehrkräfte, Schulleiter, Ehrenamtliche, Vertreter/innen aus Kommune und Schulumfeld, Lehramtsstudierende sowie Schüler/innen und Eltern können sich unter Angabe ihres Namens, ihrer Tätigkeit/Funktion sowie Institution bis zum 25. Mai 2016 mit einer E-Mail an studienkolleg@sdw.org für das Praxisforum anmelden. Zum Programm: http://ots.de/jfRdZ

Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, wird auf dem Praxisforum einen Impulsvortrag halten. "Die Zuwanderung von Menschen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten, ist Chance und Herausforderung zugleich", erklärt die Ministerin und fügt hinzu: "Die individuelle Förderung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen ist eine in hohem Maße herausfordernde und anspruchsvolle pädagogische Aufgabe. Oft höre ich aber auch von Lehrerinnen und Lehrern, dass es bereichernd ist, sie zu unterrichten, da die Kinder und Jugendlichen wissbegierig und motiviert sind." Die Ministerin betont: "Das Land NRW verfügt über viel Erfahrung in der Integrationsarbeit. Jedes dritte Grundschulkind hat einen Migrationshintergrund. Seit 2009 ist 'Deutsch als Zweitsprache' Pflichtveranstaltung in der Lehrerausbildung. Davon profitieren wir jetzt. Mit über 5.000 neu geschaffenen Lehrerstellen stattet das Land die Schulen mit den erforderlichen Ressourcen für die Förderung und Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern aus."

Für Deutschland kann sich der Bevölkerungszugewinn sehr positiv auswirken, wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden würden, meint Dr. Arndt Schnöring, Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw): "Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Dies muss selbstverständlich auch für diejenigen Kinder gelten, die mit ihren Eltern zu uns geflüchtet sind. Wenn wir ihnen helfen, an Schulen hierzulande Fuß zu fassen, können aus ihnen die qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von morgen werden, die unser Land im demografischen Wandel so dringend braucht", so Schnöring. Diese Investition sei es nicht nur wert, sondern sie sei sowohl aus menschlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht dringend geboten.

Bei der Robert Bosch Stiftung, die mit der sdw und der Stiftung Bildung und Gesellschaft das Praxisforum initiiert, tagt seit mehr als einem Jahr regelmäßig eine extra eingerichtete Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik. Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, sieht Deutschland heute längst als Einwanderungsland. "Wir haben eine Gesellschaft voller Vielfalt. Und in vielen Bereichen gelingt das Zusammenleben schon seit langem sehr gut", so die Geschäftsführerin. Die Expertenkommission habe herausgearbeitet, dass "die integrationspolitische Erfolgsgeschichte, auf die Deutschland zurückblickt, um ein neues Kapitel ergänzt werden kann und muss." Dafür sollten nun die richtigen Weichenstellungen vorgenommen werden, im besonderen Maße auch an Schulen.

Andrea Frank, Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft, verdeutlicht, dass am 6. Juni 2016 alle Teilnehmenden des Praxisforums auch selbst mit ihrem Know-how als Experten gefragt sind. "Jeder kann mit seinen individuellen Erfahrungen Wertvolles beitragen", betont Frank. "Ein Abgleich unterschiedlichster Perspektiven bringt alle weiter." Neben Lehrkräften und Schulleitungen würden auch relevante Themen besprochen, die die Schüler/innen und das kommunale Schulumfeld betreffen. "Schule ist nicht isoliert zu betrachten, sondern Spiegel unserer demokratischen Gesellschaft. Ihr Anliegen und Wirkungskreis endet nicht am Rande der Schulmauer, sondern beeinflusst unser alltägliches Leben. Deswegen", findet Andrea Frank, "sind auch Personen, die nicht direkt an Schulen angestellt sind, aber als Schulpsychologen, kommunale Vertreter oder Ehrenamtliche dort wirken, für die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher von enormer Bedeutung." Dieses Thema gehe alle an.

Medienvertreter können sich bis zum 2. Juni 2016 per E-Mail bei c.voigt@sdw.org anmelden. Wer am Veranstaltungstag oder im Vorfeld Interesse an Interviews oder O-Tönen hat, meldet sich bis zum genannten Termin bitte unter Angabe einer Telefonnummer.

Über das Studienkolleg

Das Praxisforum findet unter Einbindung von Alumni und Stipendiat/innen im Rahmen des Förderprogramms Studienkolleg statt. Es ist Teil der Begabtenförderung des Studienförderwerks Klaus Murmann der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und wurde 2007 in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufen. Es richtet sich an leistungsstarke, gesellschaftlich engagierte Lehramtsstudierende und Promovierende mit dem Berufsziel "Lehrer". Dieses in Deutschland einzigartige Förderprogramm macht angehende Lehrerinnen und Lehrer mit pädagogischen Führungsaufgaben vertraut und vermittelt ihnen ein Bewusstsein für schulische Gestaltungsräume. Derzeit befinden sich rund 300 Personen aktiv in der Förderung.

Pressekontakt:

Christine Sequeira-Voigt, Referentin Kommunikation Stiftung der
Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH
Breite Strasse 29, 10178 Berlin
Tel.: 030 278906-78 Fax: 030 278906-55
E-Mail: c.voigt@sdw.org

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