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07.04.2005 – 11:51

eco - Verband der Internetwirtschaft e. V.

eco-Verband verurteilt geplanten Zugriff der T-Com in die Kassen der Kommunen

Verband der deutschen Internetwirtschaft will alternative Breitband- Anbieter stärken

    Berlin/Köln, 7. April 2005 – Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (Berlin und Köln) verurteilt aufs schärfste den Plan der Deutschen Telekom-Tochter T-Com, Kommunen und Gemeinden am Ausbau des DSL-Netzes für den schnellen Internetzugang zu beteiligen. Nach den Plänen der T-Com sollen sich Kommunen und Gemeinden verpflichten, den DSL-Ausbau finanziell zu fördern und sogar noch die Akquisition von Kunden für das DSL-Netz der T-Com übernehmen. Dagegen laufen die Wettbewerber der Deutschen Telekom Sturm und haben den Verband der deutschen Internetwirtschaft um eine Stellungnahme gebeten.

    Laut eco-Geschäftsführer Harald Summa ist das Gebaren der T-Com, die Not der bisher nicht mit breitbandigem Internet versorgten Kreise auszunutzen und sie zur Finanzierung zu bewegen, „ein Schlag ins Gesicht des freien und fairen Wettbewerbs, wenn die T-Com hier quasi im stillen Kämmerlein betroffenen Kommunen eine Finanzierung aufzwängt“. Der eco-Chef erklärt: „Andere Anbieter investieren in der Regel bei Neuerschließungen einen erheblichen Anteil des Umsatzes wieder in den weiteren Ausbau. Die Summe von 200 Mio Euro, die die T-Com verkündet hat, ist im Verhältnis zum Umsatz der Deutschen Telekom AG hierzu verschwindend gering. Dass die T-Com jetzt auch noch die Kommunen zur Mitfinanzierung aufruft, ist angesichts dieses Missverhältnisses der Gipfel der Unverschämtheit. Also zahlt erneut der Steuerzahler das Netzmonopol und die Deutsche Telekom vermietet es dann teuer an die Wettbewerber.“

    Das Verhalten des Ex-Staatsmonopolisten verurteilt eco als besonders unverschämt, weil eine Co-Finanzierung durch Kommunen und Gemeinden – letztendlich also durch den Steuerzahler - auch gar nicht nötig ist, so der für den Bereich Technik zuständige eco-Vorstand Klaus Landefeld: „Es sind zahlreiche alternative Anbieter vorhanden, die heute schon in betroffenen Regionen Festnetz-Anschlüsse per DSL, Richtfunk, Satellit, TV-Breitband- und Glasfaserkabel sowie das Stromnetz ebenso wie mobile Verbindungen über UMTS, WLAN und WIMAX bieten. Im Gegensatz zu den Plänen der T-Com, die ihr Netz mit Fremdgeld erst noch erweitern will, sind diese Anschlusstechniken durchweg heute schon verfügbar.“

    Um die betroffenen Kommunen und Gemeinden, Städte, Bürger und Unternehmen über die bereits vorhandenen Möglichkeiten zu informieren, wird der eco-Verband im Herbst eine bundesweite Informationskampagne über alternative Breitband-Anbieter in Bedarfsregionen starten, die bis zum Sommer nächsten Jahres dauern soll.

    Nach Recherchen des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft liegt der T-DSL-freie Raum bundesweit bei über 25 Prozent. Mit seiner Initiative will der eco-Verband zur Beseitigung dieser „weißen Flecken“ durch alternative Anbieter beitragen. Dies unterstützt nicht nur die Vorgaben der Regierung zur Schaffung eines flächendeckenden Breitbandnetzes, sondern insbesondere auch die Bedürfnisse der Privat- und Geschäftsleute in den betreffenden Regionen. Diese waren bislang auf analoges oder ISDN-Internet angewiesen. Dadurch sind den Kommunen, Gemeinden und Landkreisen wie auch den dortigen Unternehmen erhebliche Wettbewerbsnachteile entstanden.

    eco (www.eco.de) ist seit zehn Jahren der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland. Die 300 Mitgliedsunternehmen beschäftigten über 200.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von ca. 40 Mrd Euro jährlich. Im eco-Verband sind die rund 110 Backbones des deutschen Internet vertreten. Der Verband betreibt den größten nationalen Datenaustauschknoten DE?CIX. Verbandsziel ist es, die kommerzielle Nutzung des Internet voranzutreiben, um die Position Deutschlands in der Internet-Ökonomie und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Der eco-Verband versteht sich seit zehn Jahren als Interessenvertretung der deutschen Internetwirtschaft gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in internationalen Gremien.

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o Ich bin Journalist(In) und melde mich hiermit zur eco- Veranstaltung „10 Jahre kommerzielles Internet“ am 29. Juni in Köln an (Details folgen).

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