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Das Erste: "Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 31. August 2010, 22.45 Uhr, im Ersten

München (ots) - "Kopflos, planlos, ahnungslos: Warum werden wir so schlecht regiert?"

Gäste:

Joachim Gauck (Ex-Bundespräsidentenkandidat und Bürgerrechtler) Edmund Stoiber (CSU, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident) Peter Hahne (ZDF-Moderator) Walter Sittler (Schauspieler und "Stuttgart 21"-Gegner) Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste)

Joachim Gauck

Seine Kandidatur war die politische Sensation des Jahres, und er wurde zum politischen Star 2010: Für Millionen Bürger galt Joachim Gauck als Bundespräsident in spe als Hoffnungsträger. "Ich bin kein Mensch, der grollt", sagte der Rostocker nach der Wahl, bei der er sogar Stimmen vom gegnerischen Lager für sich verzeichnen konnte. "Wir sind in einer gefährdeten Situation, weil das hochkomplexe Politikgeschäft immer stärker von Managern des Politischen geprägt wird", sagt der Vorsitzende des Vereins "Gegen Vergessen - für Demokratie".

Edmund Stoiber

Der frühere bayerische Ministerpräsident nimmt die Politiker in Schutz und verteidigt auch die derzeit so unbeliebte Bundesregierung. Im Gegensatz zum Basta-Politiker Gerhard Schröder entscheide Angela Merkel am Ende der Meinungsbildung. Das sei zwar schwieriger, aber "die Resultate können sich sehen lassen", meint der Ehrenvorsitzende der CSU, der sich offen für direkte Demokratie zeigt. So hätten die Hamburger Bürger mit ihrem Volksentscheid den "Bildungsideologen klar die Grenzen aufgezeigt".

Peter Hahne

"Wir haben eine Vertrauenskrise in die Institutionen, wie ich sie noch nie erlebt habe", sagt der ZDF-Moderator. Der Typus der Politiker habe sich verändert. "Sie haben heute eher diese Weichgespülten, Kantige halten sich nicht mehr", glaubt Peter Hahne, seit vielen Jahren einer der besten Kenner der Hauptstadtpolitik.

Walter Sittler

Der Schauspieler ist der prominenteste Gegner von "Stuttgart 21", des neuen Hauptbahnhofs in Baden-Württembergs Hauptstadt. "Eine Wahl ist nicht die Ermächtigung, alles zu machen. Sie ist eine Verpflichtung, zum Wohl der Bürger zu handeln." Diesen politischen Grundsatz sieht Walter Sittler bei dem geplanten Großprojekt, das bundesweit Schlagzeilen macht, verletzt und demonstriert seit Wochen zusammen mit tausenden empörter Bürger.

Klaus Staeck

"Das kann nicht einfach so weiter gehen. Und wenn es so weiter geht, dann haben manche nichts begriffen. Die Schere zwischen den Regierten und den Regierenden wird weiter auseinander gehen." So kommentiert der Präsident der Berliner Akademie der Künste die Bundespräsidentenwahl. Die Menschen hätten "die Nase voll" von dieser abgehobenen Politik, "von der sie glauben, dass sie nicht mehr ihre wahren Nöte ernst nimmt".


"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent Berlin GmbH. Redaktion: Carsten Wiese

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