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Angela Merkel vor Danzig-Reise im ARD-Morgenmagazin: "Wir werden Ursache und Wirkung niemals verkehren"

    Köln (ots) - Als "Partnerin" in einem "freundschaftlichen Verhältnis" will Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Danzig reisen, wo am morgigen Dienstag des deutschen Überfalls auf Polen vor 70 Jahren gedacht wird. In einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin (Ausstrahlung morgen, 1. September, 5:30 Uhr bis 9:00 Uhr im Ersten) sagte sie, dass u.a. mit dem deutsch-polnischen Jugendaustausch und den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen viele Aktivitäten zu einer Vertrauensbildung zwischen beiden Ländern geführt hätten, die Geschichte aber immer wieder eine große Rolle spiele. "Und deshalb weiß ich, dass wir auf der einen Seite natürlich als Bundesrepublik heute ein neues Deutschland sind, aber auf der anderen Seite viele Wunden auch nicht immer wieder aufgerissen werden dürfen", so Merkel in dem Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtkorrespondenten Werner Sonne.

    Gleichzeitig verteidigte die Kanzlerin die Errichtung des umstrittenen Vertriebenenzentrums in Berlin. "Wir werden Ursache und Wirkung niemals verkehren. Deutschland hat Polen angegriffen. Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Wir haben unendliches Leid über die Welt gebracht. (...) Dennoch ist auch die Vertreibung von weit über zwölf Millionen Menschen aus den Gebieten des ehemaligen Deutschlands und heutigen Polens natürlich ein Unrecht und auch das muss benannt werden", sagte Angela Merkel im ARD-Morgenmagazin.

    Weitere Informationen unter www.ard-morgenmagazin.de Redaktion: Martin Hövel und Hanno Frings

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