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17.04.2008 – 20:41

ARD Das Erste

Ministerpräsident Platzeck beim "Berliner Gespräch": Demografischer Wandel kein theoretisches Problem

Köln (ots)

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck
(SPD) wirkte beim "Berliner Gespräch" im ARD-Hauptstadtstudio dem 
Eindruck entgegen, der demografische Wandel sei lediglich eine 
Zukunftsfrage. "Das ist kein theoretisches Problem. Wir sind in 
Brandenburg schon seit zehn Jahren mitten drin in den 
Schwierigkeiten." So habe man jede zweite Grundschule wegen fehlender
Kinder schließen müssen, und manche Stadt habe 30 Prozent seiner 
Einwohner verloren.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) begrüßte die 
aktuelle Diskussion über Generationengerechtigkeit. "Bislang ist mir 
viel zu viel unter den Teppich gekehrt worden." Die deutsche 
Gesellschaft dürfe sich der Thematik nicht ängstlich nähern, sondern 
müsse erkennen, "dass wir große Potentiale haben, die bislang noch 
bei weitem nicht ausgeschöpft worden sind". Die Wirtschaft müsse 
ältere Mitbürger noch stärker als bisher als Markt wahrnehmen. "Da 
darf man die Entwicklung nicht verschlafen, und nicht warten, bis die
Produkte vom Ausland nach Deutschland hineingetragen werden."
Mit dem von Sandra Maischberger moderierten "Berliner Gespräch", 
an dem neben Platzeck und von der Leyen auch Bahn-Personalvorstand 
Margret Suckale, der Duisburger Stadtdezernent Jürgen Dressler und 
Focus-Redakteurin und Autorin Cordula Tutt teilnahmen, eröffnete die 
ARD heute ihre Themenwoche "Mehr Zeit zu leben - Chancen einer 
alternden Gesellschaft". Vom 20. bis 26. April widmen sich knapp 2000
Beiträge in Fernsehen, Radio und Internet dem demografischen Wandel.

Pressekontakt:

Stefanie Schneck, WDR Pressestelle, 0221 220 2075,
stefanie.schneck@wdr.de

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