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Neue Presse Hannover: "Krise ist noch nicht vorbei" Grüner Europa-Spitzenkandidat Sven Giegold im NP-Interview

Hannover (ots) - Griechenland und Portugal haben sich in der Euro-Krise etwas Luft verschafft. Dennoch sei die Krise nicht vorbei, meint der deutsche Spitzenkandidat für die Grünen im Europa-Wahlkampf, Sven Giegold. Im Interview mit der "Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe) aus Hannover sagte Giegold: "Seit 2008 ist die Menge der ausstehenden Schulden - private und öffentliche - um 30 Prozent gestiegen. Das bedeutet, die Schulden- und Vermögensblase ist immer noch unter uns."

Der grüne Finanzpolitiker sprach sich für einen neuen Schuldenschnitt für Griechenland aus. "Allerdings darf Finanzminister Schäuble nicht noch einmal zulassen, dass die Vermögenden in Griechenland sich um ihren Teil der Last eines Schuldenschnitts drücken. Die Steueroasen müssen geschlossen und hohe Vermögen besteuert werden", betonte er. Man schätze, dass 200 Milliarden Euro griechischen Vermögens in Steueroasen liegen würden, davon ein Großteil in der Schweiz.

Ein Ärgernis sei außerdem, dass etwa Reeder in Griechenland von der Steuerpflicht ausgenommen seien. "Dass daran nichts geändert wurde, ist ein Skandal", so Giegold. "Man hat die Sozialhilfe der Ärmsten gekürzt, in den Krankenhäusern gibt es keine vernünftige ärztliche Versorgung, aber die Reeder und andere Reiche zahlen nicht ihren Anteil."

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