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Kölner Stadt-Anzeiger: Kerstin Müller kritisiert Weigerung der Bundesregierung, sich an Friedenstruppe für Darfur zu beteiligen

Köln (ots)

Köln - Die grüne Bundestagsabgeordnete und frühere
Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller, hat die 
Weigerung der Bundesregierung kritisiert, sich an der vom 
Weltsicherheitsrat der Vereinten Nation beschlossenen robusten 
Friedenstruppe für die sudanesische Krisenregion Darfur zu 
beteiligen. "Ich finde es angesichts des Völker-mordes in Darfur 
nicht akzeptabel, dass die Bundesregierung eine Beteiligung an einer 
solchen Friedenstruppe pauschal ablehnt", sagte sie dem "Kölner 
Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe). "Das Argument, die Bundeswehr 
habe keine freien Kapazitäten,
ist vorgeschoben. Man sollte sich dahinter nicht verstecken, wenn man
es politisch nicht will." Es sei wichtig, die Resolution schnell 
umzusetzen. Müller engagiert sich seit Jah-ren für eine Beilegung des
Konflikts.
Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich erklärte hingegen: "Es liegt 
keine Anfrage seitens der Vereinten Nationen vor. Und wir sollten uns
auf die Mandate konzentrieren, die es bereits gibt." Im Übrigen 
stelle die Bundeswehr im Rahmen des AMIS-Mandats schon jetzt 
Transportkapazitäten für die Afrikanische Union zur Verfügung. 
Mützenich begrüßte die Entscheidung des Weltsicherheitsrates. Europa 
und Deutschland hätten  einiges beigetragen, dass es dazu gekommen 
sei.

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