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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Vertreibung

    Heidelberg (ots) - Das Leid, das der Zivilbevölkerung im Schlepptau von  Kriegen zugefügt wird, ist eigentlich nicht teilbar. Aber es ist zu allen Zeiten instrumentalisiert und sogar als äußerste Waffe zur Demoralisierung des Gegners benutzt worden. Dass in Berlin, wo derzeit die Erinnerungskultur blüht, auch Flucht und  Vertreibung einen Platz bekommen, ist uneingeschränkt zu begrüßen. Unerträglich aber wäre es gewesen, wenn ein solcher Ort als eine monumentale Gegenrechnung für die vielen Millionen Opfer aufgemacht worden wäre, die Deutschland durch Angriffskrieg und Völkermord anderen zugefügt hat. Der Kampf der Vertriebenenverbände um eine von den Ursachen isolierte Darstellung des Vertreibungsschicksals hat das Klima vor allem zwischen Polen und Deutschland jahrelang belastet. Erst die jetzt gefundene Lösung ist friedensfähig und der Versöhnung dienlich.

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