Vielfältige Herausforderungen für sichere, nachhaltige und widerstandsfähige Verkehrssysteme: DEKRA bringt Expertise beim ITF Summit in Leipzig ein
Stuttgart/Leipzig (ots)
- Weltweit größtes Verkehrsministertreffen
- DEKRA Vorstandschef spricht mit Regierungsvertretern und Branchenköpfen
- Live-Demonstration zeigt Potenzial von V2X-Technologie zur Unfallvermeidung
Auf dem ITF Summit 2026 in Leipzig bringt die internationale Sachverständigenorganisation DEKRA ihre Expertise zum Thema sichere und nachhaltige Mobilität der Zukunft ein. Nachdem DEKRA Anfang des Jahres Mitglied des ITF Corporate Partnership Board geworden ist, ist das Unternehmen nun mit hochrangigen Vertretern vor Ort. So war Vorstandschef Stan Zurkiewicz unter den Rednern beim Eröffnungsplenum des Gipfels, der unter dem Motto "Funding Resilient Transport" steht. In einer Live-Demonstration präsentierte DEKRA technische Innovationen - V2X-Technologien (Vehicle-to-Everything) und ihr Potenzial zur Vermeidung von Radfahrer-Unfällen sowie den eigenen, patentierten Batterietest für Elektrofahrzeuge.
"Sichere, nachhaltige und widerstandsfähige Verkehrssysteme erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Industrie und unabhängigen Experten. Wir bei DEKRA sind seit mehr als 100 Jahren für die Verkehrssicherheit aktiv und wollen unsere eigene Kompetenz einbringen. Dass wir dies bei einer so hochkarätigen Veranstaltung tun können, ist großartig", sagt DEKRA Vorstandschef Stan Zurkiewicz. Der ITF Summit in Leipzig ist das weltgrößte Verkehrsministertreffen und eine der wichtigsten verkehrspolitischen Veranstaltungen überhaupt.
Live-Demonstration: Potenzial der V2X-Technologie
In einer von der "Coalition for Cyclist Safety" unterstützten Live-Demonstration zeigten DEKRA Experten, wie V2X-Technologien Leben im Straßenverkehr retten können. "Radfahrer und Fußgänger sind einem erheblichen Risiko für schwere Verletzungen oder tödliche Unfälle ausgesetzt, insbesondere in komplexen Kreuzungssituationen im Stadtverkehr", sagt Christoph Nolte, Executive Vice President bei DEKRA und Leiter der Service Division Vehicles. "V2X kann ein völlig neues Sicherheitsniveau erschließen, indem Verkehrsteilnehmer auf potenziell gefährliche Situationen aufmerksam gemacht werden, noch bevor sie diese selbst wahrnehmen könnten."
Die Demonstration umfasste drei verschiedene realistische Szenarien: ein Auto und ein Radfahrer nähern sich gemeinsam einer Kreuzung, wobei ein Lkw die Sicht versperrt; ein Auto nähert sich von hinten einem langsam fahrenden Radfahrer; ein Auto biegt in die Fahrbahn eines Radfahrers ein. "Solche Situationen entstehen täglich auf unseren Straßen und gefährden Menschenleben, oft ohne dass jemand wirklich Schuld daran hat. Unser Bewusstsein basiert auf Wahrnehmung, daher kann es entscheidend sein, frühzeitig auf kritische Situationen aufmerksam gemacht zu werden", sagt Nolte.
Patentierter DEKRA Batterietest für Elektrofahrzeuge
Mit Blick auf eine nachhaltige Mobilität der Zukunft spielen Elektrofahrzeuge eine wichtige Rolle. Damit sich die E-Mobilität weiter durchsetzen kann, ist ein funktionierender Gebrauchtwagenmarkt unerlässlich, davon sind die DEKRA-Experten überzeugt. "Unsicherheiten über den Zustand der Antriebsbatterie gehören zu den größten Hindernissen für diese Entwicklung", sagt Christoph Nolte. "Mit unserem patentierten State-of-health-Test, den wir auch auf dem Gipfel vorstellen, können wir die Restkapazität der Batterie unabhängig, schnell und präzise ermitteln. Das gibt potenziellen Käufern Sicherheit und schafft Vertrauen." Bislang können fast 160 Fahrzeugmodelle mit dem patentierten Verfahren getestet werden.
Eröffnungsplenum und Ministerrunde
Im Eröffnungsplenum sprach DEKRA Vorstandschef Stan Zurkiewicz gemeinsam mit Regierungsvertretern und Branchenführern über die Kosten eines widerstandsfähigen Verkehrssystems. "Widerstandsfähigkeit zahlt sich aus, wenn Investitionen durch eine starke Governance, vertrauenswürdige Daten und unabhängige Überprüfung über den gesamten Lebenszyklus von Verkehrsinfrastruktur und -systemen ergänzt werden. Das erfordert einen Wandel, weg vom reaktiven Krisenmanagement hin zu einer proaktiven, systemweiten Leistungsüberwachung. Diese gibt Investoren, Betreibern und Bürgern das Vertrauen, dass Verkehrssysteme auch unter Belastung funktionieren. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob wir uns Resilienz leisten können, sondern ob wir es uns leisten können, darauf zu verzichten", erklärte er.
Bei einer Ministerrunde wurden Governance und Finanzierung für den Einsatz von KI zur Verbesserung der Resilienz im Verkehr diskutiert. Der DEKRA Vorstandsvorsitzende hatte eine klare Botschaft an die Entscheidungsträger: "Da KI zunehmend in den Verkehr integriert wird, müssen die Behörden zwei Dinge in Einklang bringen: einerseits Innovation voranzubringen, andererseits Sicherheit, Cybersecurity und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu wahren. Robuste unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen sind entscheidend, um das Potenzial von KI in greifbare, verlässliche Ergebnisse umzusetzen. Die Regularien für Investitionen sollten die Finanzierung direkt mit messbaren Zielen in Bezug auf Sicherheit, Resilienz und Rechenschaftspflicht verknüpfen."
Pressekontakt:
DEKRA e.V.
Konzernkommunikation
Wolfgang Sigloch
0711.7861-2386
0711.7861-742386
wolfgang.sigloch@dekra.com
Original-Content von: DEKRA SE, übermittelt durch news aktuell