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Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zur Entscheidung des OVG Münster, dass ein Album des Rappers Bushido zu Unrecht auf dem Index steht

Bielefeld (ots) - Drei alltagstaugliche Sätze mit »müssen«: Niemand muss, erstens, die computergenerierten Geräusche gut finden, die von Bushido & Co. auf CD veröffentlicht werden. Man muss auch, zweitens, nicht den Texten lauschen, die im Rap aus dem Wörterbuch für Angeber zusammengestöpselt werden. Und, drittens, muss man sich nicht so aufregen, wenn wieder mal eine Bushido-CD erscheint.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aber wollte Bushidos Album »Sonny Black« unbedingt zensieren. Sonst was? Absturz der Jugend? Untergang des Abendlandes?

Saudumme Texte hin, ideologischer Quark her: Was die Prüfstelle da vorexerziert hat, belegt nur den Eindruck von Experten, die Deutschen seien ultimative Rechthaber. Im Straßenverkehr. Im Genderkuckucksheim. Im Radio (bitte nur Deutsches). Nur Veganes. Nur Sport (erhöhte Krankenkassenbeiträge für Sitzkartoffeln). Nur abhängen (Risikobeiträge für Sportler).

Die Nation marschiert unter der Fahne heiliger Empörung. Dass jetzt die Richter ein Zeichen dagegen gesetzt haben, musste sein.

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