Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Kita-Plätze

Bielefeld (ots) - Die steigende Zahl an Kindern in Kitas und bei Tagesmüttern ist kein Beleg dafür, dass das System mittlerweile gut oder zumindest besser funktioniert. Die Realität sieht anders aus: Der übereilte Ausbau führt dazu, dass die Qualität auf der Strecke bleibt. Große Gruppen sind nur ein Manko im Zuge dieser Umstrukturierung in Hochgeschwindigkeit. Die Erzieher tun alles, um unter diesen Bedingungen das Beste herauszuholen. Doch sie stoßen an Grenzen. Wer mehr unter Dreijährige betreuen muss, gleichzeitig aber auf einer Baustelle arbeitet, weil die Raumkapazitäten noch nicht ausreichen, weiß, wovon die Rede ist.

Wenn immer mehr Kinder in Kitas gehen, beweist das schlichtweg, wie groß der Bedarf ist. Ein Gesellschaftswandel vollzieht sich. Familien mit zwei arbeitenden Elternteilen sind die Regel, nicht mehr die Ausnahme. Immer weniger Paare können auf Oma und Opa zurückgreifen. Das ist schade, aber in Zeiten beruflicher Flexibilität ohne Wohnortgebundenheit Alltag. Die Zahlen belegen aber auch, dass dieser Trend lange übersehen wurde. Denn er vollzieht sich nicht erst seit gestern. Nun ist es höchste Zeit, sich darauf einzustellen: bessere Teilzeitmodelle, flexiblere Kita-Zeiten und ein bisschen mehr Verständnis für arbeitende Eltern wären ein Anfang.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: