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22.11.2011 – 20:15

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Tarifabschluss in der Stahlindustrie

Bielefeld (ots)

Eisen muss man sieden, um es biegen zu können. Die Streiks und Protestaktionen unmittelbar vor der entscheidenden Tarifrunde ließen keinen Zweifel: Die IG Metall war zu einem heißen Arbeitskampf bereit - heißer als es die Situation in der Branche eigentlich rechtfertigte. Daraus lässt sich ablesen, worum es der Gewerkschaft in erster Linie ging: der bedingungslosen Übernahme jedes Ausgebildeten in ein festes Arbeitsverhältnis. In der Stahlindustrie sollte die Bresche geschlagen werden, durch die andere Branchen nun folgen sollen. Die Ausgangsposition war gut: Schon in der Vergangenheit erhielt fast jeder ausgebildete Lehrling einen Arbeitsvertrag. Außerdem boomt die Stahlbranche. Da hätten Produktionsausfälle die Kundschaft vermutlich in fremde Hände getrieben. Ausländische Konkurrenten warteten schon mit offenen Armen. Diese Taktik der IG Metall hatte Erfolg. Die Arbeitgeber können für sich verbuchen, dass dank der vereinbarten Ausnahmegenehmigungen kein Betrieb in die Insolvenz muss. Und was den Lohnabschluss selbst betrifft, so blieb er noch unter den eigentlich erwarteten vier Prozent.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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