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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Patente auf Tiere und Pflanzen

Bielefeld (ots) - Egal, ob man die Welt als Schöpfung sieht oder als evolutionären Prozess: Sie ist nicht fertig, entwickelt sich ständig weiter. Und das ist gut so. Nur dadurch gelingt es, die wachsende Bevölkerung zu ernähren und gesund zu erhalten. Ehre also denen, die Kühe züchten, die mehr Milch geben, oder Gemüse, das mehr Vitamine und weniger Wasser enthält! Und weil niemand von Ehre allein lebt, sollen sie auch ordentlich entlohnt werden. Ordentlich - aber nicht mit einem Lottogewinn. Die Weiterentwicklung von Flora und Fauna war schon immer eine Gemeinschaftsleistung. Keiner baut ein Haus aus nichts. Jeder nutzt vorhandene Bausteine. Patente auf Pflanzen oder Tiere sind ethisch fragwürdig und bergen eine Gefahr: Am Ende werden nicht nur Landwirte erpressbar. Da ist zum Beispiel Reis, der gegen Schädlinge resistent ist, aber nicht auf allen Böden gedeiht. Die Saatfirma hat kein Interesse an einer Weiterzüchtung; die Bauern sind zu arm. Hat das Recht auf geistiges Eigentum Vorrang vor der Chance, Menschen vorm Hunger zu bewahren? Ein Patentrecht, das nicht mit einem klaren Nein antwortet, ist zu ändern!

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