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Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Formel 1:

Bielefeld (ots)

Finanzkrise, Automobilkrise, Sponsorenkrise,
Zuschauerkrise, Abspaltungskrise, Führungskrise und 
Glaubwürdigkeitskrise: Die Formel 1 hat 2009 nicht das abgeworfen, 
was sich die Verantwortlichen der PS-Königsklasse und auch ihre 
anderen Protagonisten vorgestellt haben - positive Schlagzeilen und 
daraus resultierend ganz viel Geld.
Zwar ist die zum Schluss gruselige Regentschaft Max Mosleys als 
oberstem Motorsportler endgültig beendet, und Macho Flavio Briatore 
muss mehr Zeit mit seiner jungen Frau auf einer Yacht verbringen, 
doch so richtig positiv zündeten auch diese Nachrichten nicht. Da 
muss schon ein Michael Schumacher her. Mindestens. Am besten noch im 
Mercedes. Rekordweltmeister im Silberpfeil: Na, wenn das keine 
positive Geschichte ist.
In Italien wird man das natürlich anders sehen. Ferrari verlässt man 
nicht ungestraft. Da wird es Michael Schumacher auch wenig helfen, 
dass er mit dem neuen FIA-Präsidenten Jean Todt die marode Kultmarke 
wieder flott gemacht hat. Doch das wird der 40-Jährige verschmerzen.
 Man wird das Gefühl nicht los, dass bei Schumi Benzin anstelle von 
Blut durch die Adern rinnt. Sein Beraterjob bei Ferrari war schon 
lange keine Herzensangelegenheit mehr, Motorradrennen, Kartrennen 
machen doch so viel mehr Spaß. Und dann vielleicht noch 
Mercedes-Model auf Lebenszeit - wenn das keine goldenen Aussichten 
sind.
Natürlich wird der Deutsche nicht nur auf seinen Pedalfuß hören und 
sich nicht von der Begeisterung blenden lassen, die schon rund um die
geplante, aber an seiner Nackenmuskulatur gescheiterte Rückkehr mit 
der Roten Göttin herrschte. Dafür ist Schumacher immer noch genug 
Verstandesmensch.
Sein Image kann Schumacher auch nicht wirklich schädigen. Er ist der 
Rekordweltmeister, er wird es bleiben. Seinen Vorgängern Niki Lauda 
und Alain Prost gelangen eindrucksvolle Comebacks. Sie wurden nach 
Jahren der Abstinenz sogar noch einmal Weltmeister. Zugegeben, sie 
waren jünger.
Doch auch Alter schützt vor Meisterschaft nicht: Giuseppe Farina, der
erste Formel-1-Weltmeister, gewann seinen Titel knapp zwei Monate vor
seinem 44. Geburtstag im Herbst 1950, Jack Brabham holte seinen 
dritten Titel im Alter von 40 und Juan Manuel Fangio, bis zu 
Schumachers fünftem WM-Sieg Rekord-Weltmeister, triumphierte erstmals
1951 im Alter von 40 Jahren und vier Monaten. Und selbst wenn 
Schumacher nicht wie in alten Zeiten vorne weg fährt, sind 
Schlagzeilen um einen rüstigen PS-Rentner allemal profitabler als 
Krisen, Krisen, Krisen.
Um exakt 19.02 Uhr am 22. Oktober des Jahres 2006 verließ der 
Deutsche eine Formel-1-Rennstrecke als Fahrer das letzte Mal. Am 14. 
März 2010 könnte Schumacher kurz vor 14 Uhr in Sakhir in einem 
Mercedes in der Startaufstellung stehen. In Bahrain hieß der Sieger 
bei der ersten Austragung im Jahr 2004 übrigens: Michael Schumacher.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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