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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Wahl in Afghanistan:

    Bielefeld (ots) - Armes Deutschland: Nach einer neuen Umfrage weiß die Hälfte der Bevölkerung nicht, was am 27. September auf dem Spiel steht. Und in Afghanistan haben gestern Millionen von Menschen ihr Leben riskiert, sich allen Drohungen der radikal-islamischen Taliban widersetzt und sind zur Präsidentschaftswahl gegangen. Die Menschen am Hindukusch zeigen Mut und wissen ihr Wahlrecht als ein hohes Gut der Demokratie zu schätzen. Bevor im September das Wahlergebnis feststeht, gibt es bereits einen Sieger: das afghanische Volk. Es hofft, über die eigene Zukunft mitbestimmen zu können. Deshalb darf jetzt in Deutschland nicht darüber diskutiert werden, wie schnell die Bundeswehr nach Hause geholt werden kann. Ohne eine weitere Hilfe von außen wäre der gesamte Einsatz der vergangenen Jahre vergebens gewesen. Wer will das riskieren? Deshalb muss die Staatengemeinschaft ganz genau hinsehen, mit wem sie künftig in Kabul am Tisch sitzt. Sie darf es nicht zulassen, dass Politiker aus Gründen des Machterhalts das Land zurück in die Vergangenheit führen. Genau das ist das Ziel der Taliban.

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