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Deutscher Bauernverband (DBV)

Koalition legt überarbeitete Steuerpläne vor
DBV bleibt bei seiner Ablehnung

Berlin (ots)

Auch nach den bekannt gewordenen Korrekturen an den
Steuerplänen der rot-grünen Regierungskoalition bleibt der Deutsche
Bauernverband (DBV) bei seiner harten Kritik. "Die
Umsatzsteuerpauschalierung von 9 Prozent auf 7 Prozent abzusenken und
damit faktisch abzuschaffen ist ein Schlag gegen alle bäuerlichen
Unternehmerfamilien", betont DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born.
"Durch die gleichzeitige Anhebung der Mehrwertsteuer auf
landwirtschaftliche Vorprodukte wie auf Nutzvieh, Futtermittel und
Saatgut wird der Charme der Vereinfachungsregelung des § 24 UStG
kaputtgemacht". Die landwirtschaftlichen Betriebe benötigten in der
derzeitigen konjunkturellen Lage positive Signale und mutige Impulse,
damit auf dem Lande mehr Wachstum und Beschäftigung erreicht werde.
Der faktische Verzicht auf die Umsatzsteuerpauschalierung sei
eindeutig der falsche Weg und bedeute für die Landwirte erhebliche
Kosten.
Ursprünglich hatte die Regierungskoalition sogar vorgesehen, die
Durchschnittssatzgewinnermittlung wie auch die
Umsatzsteuerpauschalierung ersatzlos zu streichen. Offensichtlich hat
jedoch der breite Protest des Berufsstandes Wirkung gezeigt. So soll
die Durchschnittssatzgewinnermittlung des § 13a EStG, den vor allem
kleinere und extensiv wirtschaftende Familienbetriebe und
Nebenerwerbsbetriebe anwenden, erhalten bleiben. Damit habe die
Regierungskoalition die bewährten Vereinfachungsregeln anerkannt,
begrüßte Born diese Entscheidung.
Dagegen bezeichnete der DBV-Generalsekretär die gefundene Einigung
der Koalition bei der Besteuerung privaten Grundbesitzes als Eingriff
in die innere Stabilität der Betriebe. "Gerade Land- und Forstwirte,
aber auch Handwerker und kleine Gewerbetreibende konnten aufgrund der
Nähe zwischen Betriebs- und Privatvermögen in schwierigen Marktlagen
oftmals durch die Veräußerung privaten Grundbesitzes die
Eigenkapitalsituation des Betriebes stärken." Deshalb lehnt der
Berufsstand die nun eingeführte Pauschalsteuer von 15 Prozent
entschieden ab.
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Original-Content von: Deutscher Bauernverband (DBV), übermittelt durch news aktuell

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