Das könnte Sie auch interessieren:

"Berlin direkt" im ZDF erstmals mit Shakuntala Banerjee

Mainz (ots) - In den vergangenen vier Jahren war sie als Korrespondentin im ZDF-Europa-Studio in Brüssel ...

ZDF-Free-TV-Premiere: "Iris - Rendezvous mit dem Tod"

Mainz (ots) - Dunkle Begierden, Lügen und Gewalt sind die Komponenten des französischen Erotikthrillers "Iris ...

Die Liebe siegt: Klaas Heufer-Umlauf gewinnt am Samstagabend, "DIE BESTE SHOW DER WELT" gewinnt Zuschauer

Unterföhring (ots) - Die Liebe macht Klaas Heufer-Umlauf zum neuen Show-Master! Mit seiner neuartig ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Deutscher Bauernverband (DBV)

15.08.2002 – 15:03

Deutscher Bauernverband (DBV)

Sonnleitner: Beispiellose Ernteschäden erfordern Hilfe
Solidarität und Nachbarschaftshilfe im Berufsstand

    Berlin (ots)

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV),
Gerd Sonnleitner, hat vor der Presse in Berlin die Einnahmeausfälle
bei der Getreideernte 2002 aufgrund des diesjährigen Wetterchaos
bundesweit auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Rückläufige Erträge,
niedrigere Preise und weitere Preisabschläge für regenbedingte
qualitätsgeschädigte Getreidepartien sowie höhere Kosten für
erschwerte Erntebedingungen und Nach-Trocknung der zu feuchten Ernte
verursachten bei den Getreidebauern große Sorgen und Nöte. Durch die
Ernteverzögerung in Folge der Dauerniederschläge der vergangenen
Woche mit stau- und dauernassen Böden sowie regionalen
Überschwemmungen gäbe es besonders beim reifen, aber nicht zu
erntenden Weizen und Roggen Ertrags- und Qualitätsverluste. Auch die
Kartoffel-, Obst- und Gemüseanbauer blicken auf ein äußerst
schwieriges Erntejahr. Sonnleitner appellierte an die Solidarität und
Nachbarschaftshilfe innerhalb der Landwirtschaft, die in
Katastrophenfällen einen ganz hohen Stellenwert hätten. "Viele Hände
packen in der Not an", stellte Sonnleitner fest.
    
    Angesichts der beispiellosen Erntesituation habe der DBV
frühzeitig auf ein staatliches  Hilfsprogramm für geschädigte
Landwirte abgestellt. Die von der Bundesregierung aus dem
Agrarhaushalt bereitgestellten 10 Millionen Euro für  Hochwasserhilfe
seien jedoch angesichts des Ausmaßes der Schäden in der
Landwirtschaft unzureichend, kritisierte Sonnleitner. Die
Bundesregierung habe allein in diesem Jahr gerne eine Milliarde Euro
Rückflüsse aus dem Agrarhaushalt der EU für den nationalen Haushalt
angenommen. Angesichts der Dramatik sei ein kreatives Verhalten der
Bundesregierung notwendig, insbesondere durch ein Vorziehen der
Direktzahlungen und der Agrardieselrückerstattung. Auch sollten den
betroffenen Landwirten Steuerstundungen gewährt werden.
    
    Hilfsmaßnahmen wie die Nutzung von Stilllegungsflächen als Futter
habe die EU-Kommission bereits ermöglicht, was für einige Betriebe
hilfreich sei. Dagegen habe die EU-Kommission bisher nicht auf die
Forderung des DBV nach einer Anpassung der Interventionskriterien an
die diesjährigen widrigen Witterungsverhältnisse reagiert, die für
alle Getreidebauern von großer Bedeutung wären. Sonnleitner forderte
die Bundesregierung auf, in dieser wichtigen Frage gegenüber der
Kommission entschiedener aufzutreten. Hilfreich sei das beschlossene
zinsgünstige Kreditprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit
dem betroffene Betriebe Liquiditätsengpässe überbrücken könnten.
    
    
ots Originaltext: Deutscher Bauernverband (DBV)
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Rückfragen:

DBV-Pressedienst

Deutscher Bauernverband (DBV)
Geschäftsstelle Bonn:
Telefon: 0228 / 8198 - 238
Telefax: 0228 / 8198 - 231

Geschäftsstelle Berlin:
Telefon: 030 / 319 04 - 239
Telefax: 030 / 319 04 - 431

Original-Content von: Deutscher Bauernverband (DBV), übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Deutscher Bauernverband (DBV)
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung