Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Internationale Geberkonferenz zur DR Kongo
Welthungerhilfe: "Im Ostkongo droht eine Hungerkatastrophe"

Bonn (ots) - Aus Anlass der morgen in Genf stattfindenden internationalen Geberkonferenz zur Demokratischen Republik Kongo macht die Welthungerhilfe auf die dramatische Lage im Osten des Landes aufmerksam. Allein in den Provinzen Ituri, Kivu und Kasai leiden knapp 5 Millionen Menschen an akutem Hunger. Insgesamt sind im Kongo 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren ist unterernährt. Seit fast 20 Jahren gibt es im Ostkongo schwere Kämpfe zwischen unterschiedlichen Rebellengruppen, die mit äußerster Brutalität gegen die lokale Bevölkerung vorgehen.

"Im Ostkongo droht eine Hungerkatastrophe. Eigentlich könnte sich das Land, das so groß ist wie Westeuropa, selbst ernähren und die Kornkammer Afrikas sein. Es gibt große fruchtbare Ackerflächen und reichlich Bodenschätze. Aber die Menschen müssen immer wieder aus ihren Dörfern fliehen und die Felder können dann nicht bestellt werden. Aus Angst fliehen viele Familien in andere Landesteile oder gehen über die Grenze nach Uganda. Ohne politische Stabilität und ein Ende der fortwährenden Kämpfe wird die Zahl der Hungernden weiter steigen", sagt Georg Dörken, langjähriger Landesdirektor im Kongo.

Die Welthungerhilfe ist seit 1997 in der Demokratischen Republik Kongo tätig. Sie unterstützt die Menschen mit humanitärer Hilfe, investiert in die Landwirtschaft sowie die Infrastruktur und führt Projekte durch, die Einkommen und Perspektiven auf dem Land bieten.

Georg Dörken steht für Interviewanfragen zur Verfügung.

Weitere Informationen unter:

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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für "Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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