Geisterfahrer: Verhalten im Ernstfall
Der ADAC gibt wichtige Tipps für Verkehrsteilnehmer
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Geisterfahrer: Verhalten im Ernstfall
Der ADAC gibt wichtige Tipps für Verkehrsteilnehmer
„Achtung Falschfahrer unterwegs - Bitte besonders vorsichtig fahren!“ – Verkehrsmeldungen wie diese versetzen Autofahrer schnell in Alarmbereitschaft. In vielen Fällen gibt es schon nach kurzer Zeit Entwarnung, doch immer wieder kommt es durch Geisterfahrer zu schweren Verkehrsunfällen. Der ADAC Hessen-Thüringen erklärt, wie sich Autofahrer verhalten sollten, um bei Falschfahrermeldungen möglichst sicher unterwegs zu sein.
Ernstzunehmende Gefahr
2025 wurden auf Hessens Autobahnen 286 Falschfahrten durch die Polizei registriert – das ist ein leichter Anstieg um knapp 4 Prozent zum Vorjahr (2024: 276). Obwohl statistisch gesehen nur ein kleiner Bruchteil dieser Fahrten zu einem Unfall führt, sind Geisterfahrten extrem gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer. Denn: Kommt es zu einem Zusammenstoß, sind die Folgen meist deutlich schwerwiegender als bei anderen Unfällen. In vielen Fällen endet ein solcher Unfall für einen oder mehrere Verkehrsteilnehmer tödlich.
„Autofahrern bleibt häufig nur wenig Zeit, um sich auf einen Geisterfahrer einzustellen“, erklärt Lukas Berkel, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Eine besonnene Reaktion ist daher entscheidend, um möglichst sicher unterwegs zu sein.“ Mehr als die Hälfte aller Geisterfahrten, die zu einem Unfall führen, sind bereits nach weniger als zwei Kilometern beendet.
Richtiges Verhalten bei einer Geisterfahrermeldung
Wird über den Verkehrsfunk eine Geisterfahrer-Warnung auf der eigenen Strecke ausgegeben, ist Ruhe und Besonnenheit entscheidend. Folgende Verhaltenstipps sollten befolgt werden:
- Geschwindigkeit kontrolliert reduzieren
- Auf den äußerst rechten Fahrstreifen wechseln
- Warnblinkanlage einschalten
- Ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten und auf keinen Fall überholen
- Nächstgelegene Parkplätze oder Abfahrten nutzen
- Verkehrsfunk hören und auf Entwarnung warten
Ursachen für Geisterfahrten
Die Gründe für eine Geisterfahrt können stark variieren: eine häufige Ursache ist das unbewusste falsche Auffahren auf die Autobahn zum Beispiel an Autobahnkreuzen und Rastanlagen. Bei Dunkelheit oder schlechter Beschilderung steigt die Gefahr einer Falschfahrt in diesen Bereichen. Unbeabsichtigte Falschfahrten können zudem durch Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie altersbedingte Faktoren, wie Demenz oder Verwirrtheit verursacht werden.
Was tun, wenn man selbst zum Geisterfahrer wird?
Wer unbeabsichtigt selbst zum Falschfahrer wird, sollte umgehend Warnblinkanlage und Abblendlicht einschalten, um für andere sichtbar zu werden. Das Fahrzeug sollte so schnell wie möglich am nächstgelegenen Fahrbahnrand abgestellt werden, idealerweise dicht an der Schutzplanke. Anschließend gilt es, das Fahrzeug zügig zu verlassen, die Warnweste anzuziehen und sich hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen – die Fahrbahn sollten in keinem Fall überquert werden. Anschließend muss umgehend die Polizei verständigt und auf Hilfe gewartet werden.
„Falschfahrer sollten auf keinen Fall versuchen, zu wenden oder rückwärtszufahren“, warnt Lukas Berkel. „Bei häufig dichtem und schnellem Verkehr auf Autobahn oder Landstraße stellen diese Manöver ein weiteres Risiko für alle Verkehrsteilnehmer dar.“
Pressekontakt
Maike Willeitner
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V.i.S.d.P.: Oliver Reidegeld, Pressesprecher oliver.reidegeld @hth.adac.de
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