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26.01.2005 – 11:24

BDI Bundesverband der Deutschen Industrie

BDI-Präsident Thumann: „Chancen für Fortsetzung des Aufschwungs“

    Berlin    Berlin (ots)

„Der Aufschwung setzt sich fort. Erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Binnennachfrage lassen hoffen, dass der konjunkturelle Erholungsprozess an Breite gewinnt.“ Dies erklärte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann anlässlich der Veröffentlichung des neuesten BDI-Konjunktur- und Außenwirtschaftsreports. „Hauptstütze für den Aufschwung werden auch in 2005 die Exporte sein.“

    Die Ausfuhrimpulse würden aber verglichen mit dem „Exportfeuerwerk“ im vergangenen Jahr abnehmen. Der BDI erwarte ein Exportplus von 6 Prozent. Grund für die nachlassende Dynamik sei die Konsolidierung der Weltkonjunktur und eine entsprechend langsamere Expansion des Welthandels. „Die Gefahr eines weiteren Anstiegs von Rohstoffpreisen und Eurokurs ist noch lange nicht überwunden“, erläuterte der BDI-Präsident die Risiken der Prognose.

    Erfreulich sei, dass jetzt auch in die Ausrüstungsinvestitionen allmählich Bewegung komme. Modernisierung und Ersatzbeschaffung stünden nach der dreijährigen Stagnation der Investitionen bei den Unternehmen hoch im Kurs, vermehrt würden auch Kapazitätserweiterungen vorgenommen. Für 2005 könne wieder ein stattliches Plus bei den Ausrüstungen erwartet werden, wenngleich die Investitionsdynamik hinter der früherer Aufschwünge zurückbleibe, so Thumann.

    Die Baukonjunktur bereite nach Auffassung des BDI-Präsidenten leider auch in 2005 wenig Freude. Eine Stabilisierung der mittlerweile zehn Jahre andauernden Baukrise sei nicht in Sicht. Auch der private Konsum bleibe vorerst schwach, werde sich aber in der zweiten Jahreshälfte allmählich beleben. „Die Zukunft des Konsums hängt am seidenen Faden des Arbeitsmarktes“, erklärte Thumann. Alles in allem rechne der BDI für 2005 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent. „Es fehlt uns noch die Dynamik früherer Aufschwünge“, so Thumann. „Selbst wenn die Investitions- und Konsumlethargie im laufenden Jahr überwunden werden sollte, muss es das zentrale Ziel bleiben, wieder mehr Wertschöpfung in Deutschland rentabel zu machen.“

    Zu den dringendsten politischen Weichenstellungen gehöre eine klare Prioritätensetzung in den öffentlichen Haushalten zugunsten von Investitionen, erklärte der BDI-Präsident. Allerdings dürfe darunter die Verpflichtung zur sparsamen Haushaltsführung nicht leiden. Pläne, den Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt „nach Kassenlage“ zu interpretieren, unterhöhle die Stabilitätsgrundlagen für die Euro-Währung. Auch die Strukturprobleme auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesundheitspolitik müssten zielstrebig mit mehr Mut und Elan angepackt werden. In der Steuerpolitik gehe es vor allem um eine durchgreifende Reform der Ertragsbesteuerung. „Mit dem Scheitern der Föderalismusreform wurde eine große Chance vertan, die für den Abbau des Reformstaus notwendigen Voraussetzungen zu verbessern. Bund und Länder müssen möglichst rasch eine Verständigung über das strittige Vorhaben herbeiführen“, forderte Thumann.

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