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BDI-Präsident Rogowski fordert auf dem BDI-Steuerkongress: Steuerreform für mehr Investitionen

    Berlin (ots) - „Steuerpolitik ist Wachstumspolitik. Um den Standort attraktiver zu machen müssen einbehaltene Gewinne niedriger besteuert werden. Das verschafft den Unternehmen mehr Luft für Investitionen. Im Ergebnis muss das für Kapitalgesellschaften und Personenunternehmen gelten.“ Dies forderte BDI-Präsident Michael Rogowski heute in seiner Rede zur Eröffnung des BDI-Steuerkongresses „Unternehmensbesteuerung in Deutschland und Europa“ in Berlin. „Wenn unsere Zielmarke von 30 Prozent bei den direkten Steuern zurzeit nicht zu schultern ist, müssen wir Prioritäten setzen. Einbehaltene Gewinne sind die Investitionen von morgen. Sie schaffen Wachstum und Beschäftigung.“

    Ein Blick über die Grenzen zeige, so Rogowski, dass andere Länder auf den Weg der steuerlichen Entlastung von Unternehmen weiter fortgeschritten sind als Deutschland. Das gelte insbesondere aber keineswegs nur für die neuen Mitgliedstaaten der EU. Konkret erläuterte der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf dem Kongress die ab 2005 in Österreich geltende Absenkung der Körperschaftssteuer von rund 34 Prozent auf 25 Prozent - ohne zusätzliche Gewerbesteuer wohlgemerkt. Deshalb forderte Rogowski einen Ersatz der Gewerbesteuer durch eine Kommunalfinanzierung. Sie solle integriert werden in die Einkommen- und Körperschaftsteuer. Vorschläge dafür lägen auf dem Tisch.

    Den Wettbewerb in Europa über die Steuertarife bezeichnete Rogowski als erwünscht. Die damit verbundene Diskussion um einen Mindesttarif gehe in die völlig falsche Richtung. „Einen Wettlauf um die besten Systeme – den sollten wir in Europa wollen und fördern, denn der nutzt letztlich allen.“

    Nach Ansicht Rogowskis muss das deutsche Steuersystem außerdem dringend einfacher, effizienter und verlässlicher werden. „Investoren brauchen Planungssicherheit und Verlässlichkeit.“ Beides sei, so Rogowski, in Deutschland nicht gewährleistet.

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