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13.11.2019 – 15:19

BDI Bundesverband der Deutschen Industrie

BDI zur Diskussion um Deckelung von Managergehältern: Wir in der Industrie halten nichts von einer gesetzlichen Begrenzungspflicht

Berlin (ots)

Zum Beschluss des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Managergehälter gesetzlich zu begrenzen, äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang: "Wir in der Industrie halten nichts von einer gesetzlichen Begrenzungspflicht"

   -	"Wir in der Industrie halten nichts von einer gesetzlichen 
Begrenzungspflicht. Die Vergütungshöhe ist Teil des 
Gestaltungsspielraums, die dem Aufsichtsrat bei der Vergütung 
zukommt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt bereits 
die Einführung von Gehaltsobergrenzen. Viele Unternehmen folgen 
dieser Empfehlung. Deutlich kritischer sehen wir die Möglichkeiten 
der Hauptversammlung, das Votum des Aufsichtsrats einseitig absenken 
zu können. 
   -	Es gibt einzelne fragwürdige Fälle, die nicht zu beschönigen 
sind. Dies rechtfertigt aber keine gesetzliche Regelung für 10.000 
Aktiengesellschaften und 900 börsennotierte Unternehmen. 
Grundsätzlich handeln deutsche Aufsichtsräte bei der Festlegung der 
Vorstandsvergütung verantwortungsvoll. Einzelfälle sind kein Grund, 
neue Gesetze zu erlassen und damit tausende unkritische 
Vorstandsverträge in Mithaftung zu nehmen. Jenseits von deutschen 
Top-Gesellschaften, die hunderttausende von Mitarbeitern beschäftigen
und Milliardenumsätze erwirtschaften, sind in allen übrigen 
Börsensegmenten Millionengehälter - wenn überhaupt - die absolute 
Ausnahme. 
   -	Bereits jetzt ist der Aufsichtsrat verpflichtet, die 
Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung 
auszurichten. Damit wird verhindert, dass Boni Anreize schaffen, für 
kurzfristige Ziele hohe Risiken einzugehen, die die 
Geschäftsentwicklung auf längere Sicht beschädigen können. Jeder 
Auswuchs schadet dem Image der deutschen Wirtschaft in Gänze. Und es 
trifft zu Unrecht all die Aufsichtsräte, die gut kooperieren und 
einen exzellenten Job machen." 

Pressekontakt:

BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
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