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BDI zum Zwangspfandbeschluss des Kabinetts: Pfandeinführung ist völlig falsches Signal

    Berlin (ots) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
kritisierte die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts zur
Einführung der Pfandpflicht auf Einwegverpackungen für Bier,
Mineralwasser und CO2-haltige Erfrischungsgetränke. Diese sei
ökologisch nicht mehr zu rechtfertigen und ökonomisch unsinnig. Die
aktuellen Ökobilanzstudien und insbesondere die Daten der laufenden
Studien des Umweltbundesamts zeigten, dass die 1991 gesetzte
politische Unterscheidung zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen
hochgradig fragwürdig geworden sei. Es dürfe nicht sein, dass der
Bundesumweltminister mit Hilfe des Zwangspfands in den Markt
eingreife und Produktlenkung betreibe.
    
    Das Zwangspfand koste in der kommenden Legislaturperiode über drei
Mrd. Euro. Demgegenüber stehe nur eine marginale Entlastung der
Umwelt. Die Einführung des Zwangspfandes sei das falsche Instrument
zum falschen Zeitpunkt. Notwendig sei vielmehr eine gründliche
Überprüfung und Neuausrichtung der Verpackungspolitik auf Basis der
aktuellen ökologischen und ökonomischen Fakten.
    
    
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