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BDI: EU-Vorschlag für einheitliche Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftsteuer sinnvoll

Berlin (ots) - BDI: EU-Vorschlag für einheitliche Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftsteuer sinnvoll

   - Für bessere Wettbewerbsfähigkeit internationaler Unternehmen
   - Systeme vereinheitlichen
   - Ersatz der Gewerbesteuer notwendig 

15/2011

16. März 2011

"Wir unterstützen den Vorschlag der EU-Kommission für eine Steuerharmonisierung in der EU. Zentrales Ziel ist, die Systeme zu vereinheitlichen, nicht die Tarife." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Mittwoch in Berlin zum Vorschlag der Europäischen Kommission für eine EU-weite Neubemessung der Körperschaftsteuer ("Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage")

   Würde der Vorschlag umgesetzt, würden zahlreiche Hürden im 
Unternehmensteuerrecht abgebaut. Der Vorschlag greift laut BDI 
wesentliche Anliegen der Unternehmen auf:
   -       Er soll eine freiwillige Alternative zu den nationalen 
           Steuersystemen sein und diese nicht ersetzen.
   -       Sein Ziel ist, die Bemessungsgrundlagen zu harmonisieren, 
           nicht die Steuersätze. Diese können die Mitgliedstaaten 
           weiter selbst festlegen.
   -       Er sieht eine grenzüberschreitende Verlustverrechnung und 
           zeitlich unbefristete Verlustvorträge vor.
   -       Es soll künftig nur noch eine einzige Steuerbehörde als 
           Anlaufstelle geben. 

Der EU-Vorschlag alleine reiche aber nicht aus, unterstrich Schnappauf. Denn ungefähr die Hälfte der Steuerbelastung mache für Unternehmen nicht die Körperschaftsteuer aus, sondern die Gewerbesteuer: "Wenn die Bundesregierung es ernst meint, muss sie erst einmal die Gewerbesteuer ersetzen, die es in keinem anderen EU-Land gibt. Soweit ein Ersatz der Gewerbesteuer derzeit nicht realisierbar scheint, müssen zumindest strukturelle Reformschritte eingeleitet und die systemwidrigen ertragsunabhängigen Elemente der Gewerbesteuer beseitigt werden."

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