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Neue Westfälische (Bielefeld): Immer mehr Schüler scheitern an der Abiturprüfung Extreme setzen sich fort Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld (ots)

Während immer mehr Schüler durch die Abiturprüfung fallen, schließen immer mehr Abiturienten ihre Schullaufbahn mit Bestnoten ab. Im deutschen Schulsystem verfestigen sich zwei Extreme, die auf einen Missstand hindeuten. Schuld daran ist die in weiten der Gesellschaft vorherrschende Einstellung, dass das Abitur als höchster Schulabschluss ein Muss für jeden ist, der beruflich Erfolg haben will. Die Folge: Immer mehr Kinder wechseln entgegen der Empfehlung der Grundschullehrer von der Primarstufe auf das Gymnasium, auch wenn ihnen die Fähigkeiten dafür fehlen. Doch auf diese Entwicklung sind die Schulen nicht vorbereitet worden. Denn um diese Kinder, deren Defizite nicht alle Elternhäuser mit Nachhilfe ausgleichen können, bis zum Abitur zu bringen, ist individuelle Förderung nötig. Doch ist die individuelle Förderung in diesem Bereich überhaupt sinnvoll? Mit Blick auf die wachsende Zahl an Studienabbrechern lässt sich diese Frage nur verneinen, denn der Trend der Extreme im Schulsystem setzt sich in der Hochschullandschaft fort. Mehr Studenten pro Jahrgang, aber auch mehr Abbrüche und Bestnoten, weil der Druck auf die Institutionen und Lehrenden ebenso wie in der Schule wächst. Es ist Zeit für einen gesellschaftlichen Wandel, denn das Abitur ist nicht der Königsweg, wenn die Schullaufbahn mit einem Scheitern endet.

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