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Neue Westfälische (Bielefeld): Ladenöffnung an Heiligabend Ruhe zum Fest Florian Pfitzner, Düsseldorf

Bielefeld (ots) - Stunden vor Heiligabend noch schnell die Geschenkeliste abhaken - in diese Verlegenheit ist der eine oder andere ja schon mal geraten. Nun geht es bei der gesetzlich eingeräumten Verkaufsmöglichkeit am 24. Dezember um "Artikel für den täglichen Bedarf". Klar, dass da einige Bäcker, Fleischer und Marktleiter länger überlegen: Die vierstündige Ladenöffnung am sonntäglichen Heiligabend dürfte die Umsätze kräftig nach oben schrauben. Dagegen droht zu Weihnachten Ärger mit den Mitarbeitern. Ihre Argumente sollten am Ende schwerer wiegen. Der Feiertagseinsatz wäre eine Zumutung für viele Beschäftigte. Der Beruf des Verkäufers gehört zu den stressigsten überhaupt. In den anstrengenden Dezemberwochen arbeiten sie eh schon häufig an der Belastungsgrenze, gerade im hochfrequentierten Einzelhandel, wo sie oft zwischen Kasse und Lager hin- und herspringen müssen. Wenigstens die Weihnachtstage sollten sie nun ausschlafen, ihre Zeit friedvoll und in Ruhe mit ihren Familien und Freunden verbringen dürfen. Insofern ist es schon mal ein gutes Zeichen, dass manche Handelsketten ihre Entscheidung bereits getroffen haben, sie der Verlockung widerstehen und ihre Filialen zu Heiligabend schließen. Ob die Möglichkeit des Einkaufs am 24. Dezember zwischen 10 und 14 Uhr für die Kunden tatsächlich so entspannt und angenehm wäre, wie Befürworter der Ladenöffnung meinen, scheint allemal fraglich. Das sollte auch demjenigen einleuchten, der zu Weihnachten sogar bei Alltagsartikeln kurzfristig plant.

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