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Neue Westfälische (Bielefeld): Neue Studie zur künftigen Rentenlücke Wachsender Handlungsdruck Andrea Frühauf

Bielefeld (ots) - Die Politik hat es in weiten Teilen versäumt, etwas gegen die wachsende Altersarmut zu unternehmen. Noch im Sommer sah die Kanzlerin für die gesetzliche Rente bis zum Jahr 2030 keinen Anpassungsbedarf. Vermutlich weil das Finanzpolster wegen der hohen Beschäftigung gut ist. Doch Studien zeigen längst andere Szenarien auf. Laut einer Bertelsmann-Studie wird im Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein - vor allem Singles, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose. Dass die Jüngeren künftig noch mehr gebeutelt werden, hat die Politik bewusst in Kauf genommen, um Beiträge nicht weiter anzuheben. Dabei gibt es Altersarmut, von der in der neuen Raffelhüschen-Studie nicht die Rede ist, schon heute. Manchem Rentner, darunter vor allem Frauen, bleiben für den Tagesbedarf nach Abzug von Miete und Gebühren nur wenige Euro übrig. Die Riester-Rente mag vielleicht manchem im Alter helfen, die Rentenlücke etwas zu schließen. Doch vielen Arbeitnehmern fehlt dafür das nötige Geld. Teilzeitbeschäftigte, Geringverdiener und viele Mütter haben kaum die Möglichkeit, 81 Euro im Monat (973 Euro im Jahr) für die Riester-Rente abzuzweigen, um im Alter 290 Euro pro Monat zu erhalten. Experten kritisieren zudem die fehlende Transparenz und die oft hohen Gebühren der Versicherer für diese Produkte. Niedrigzinsen drücken die Rendite weiter. Nun wissen wir konkret: Den Jungen fehlen im Alter monatlich viele Hundert Euro. Höchste Zeit zum Handeln.

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