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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Steigende Krankenkassenbeiträge Man kann auch kündigen PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Die Krankenkassen bereiten publizistisch den Boden für die bequemste Art der Einnahmesteigerung: durch Beitragserhöhungen. Dabei setzen sie darauf, dass schon niemand nachrechnet, wenn sie ihre Prognosen in die Welt hinausposaunen. Dabei lohnt es sich, die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung genauer zu betrachten. Fangen wir mit der Entsolidarisierung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern an, die Karl Lauterbach (SPD) so laut beklagt. Sie ist unter SPD-Beteiligung nicht nur eingeführt, sondern in diesem Jahr sogar festgeschrieben worden. Lauterbach hat völlig recht. Aber seine vernebelnde Nölerei nervt nur noch. Die Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen, derzeit im Schnitt bei 0,83 Prozent, sollen 2016, so der GKV-Spitzenverband, um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte steigen. Warum eigentlich? Die Kassen haben im ersten Halbjahr 2015 eine halbe Milliarde Euro Miese gemacht. Rechnen wir großzügig bis Ende 2015 mit einem Defizit von 1,2 Milliarden. Dem steht gegenüber, dass 2016 der Zuschuss vom Bund mit 14 Milliarden um 2,5 Milliarden Euro höher ausfällt als 2015. Mal nachrechnen. Gut, dass es beim Zusatzbeitrag ein Sonderkündigungsrecht gibt.

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