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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Eskalation in Israel Das war zu befürchten CARSTEN HEIL

Bielefeld (ots) - Es kommt, wie es kommen musste im schon viele Jahrzehnte währenden Nahostkonflikt. Dass in den vergangenen Wochen auf beiden Seiten Jugendliche gezielt zu Opfern wurden, nehmen Scharfmacher, ebenfalls auf beiden Seiten, zum Anlass, die Spirale der Gewalt weiterzudrehen. Hamas-Aktivisten feuern seit Tagen Raketen auf israelisches Kerngebiet. Israel antwortet mit Bomben und sammelt nun Truppen an den Grenzen zum Gaza-Streifen. Dass Israel sein Staatsgebiet schützen will, ist nachvollziehbar. Ein Einmarsch hätte jedoch fürchterliche Folgen für beide Seiten. Hinzu kommt: Diesmal ist die Situation noch gefährlicher als in der Vergangenheit. Denn das geopolitische Umfeld hat sich zusätzlich derart destabilisiert, dass ein Flächenbrand nicht ausgeschlossen werden kann. Ägypten im Süden ist kaum in der Lage, den Nachschub an Waffen für die radikale Hamas zu unterbinden. Das Rest-Verhältnis zu Israel ginge in die Brüche. Nördlich von Israel ist Syrien zerbrochen und in einem unberechenbaren Kriegszustand. Wie die ISIS-Horden in Syrien und dem Irak auf einen israelischen Einmarsch in Gaza reagieren würden, ist nicht absehbar. Extremisten auf allen Seiten haben weiter Interesse daran, diesen Konflikt anzuheizen. Gut gemeinte Appelle wie der von US-Präsident Obama werden die akute Krise nicht entschärfen. Sie dringen nicht mehr durch.

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